Full text : Die Theorie der Volkswirtschaft

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der  Arbeitsproduktivität  der  Aufwände  auf  den  verschiedenen
Böden.
Indem  der  Unternehmer  sich  das  Bestreben  nach  Kraftersparnis ­
  zunutze  macht,  sucht  er  gleichzeitig  diese  Ausbeutung  möglichst ­
  hoch  zu  steigern.  Der  Warenaustausch  gibt  ihm  die
Möglichkeit,  sein  Kapital  auf  Produktionsmittel  oder  Waren  zu
verwenden,  die  ihm  den  größten  Profit  versprechen.  Für  ihn  ist
es  ganz  gleich,  ob  er  diesen  Profit  unmittelbar  von  dem  Produzenten ­
  oder  im  Verkehr  vom  Konsumenten  oder  schließlich  als
Grundeigentümer  vom  Pächter  erhält.  Daher  erscheint  ihm  auch
der  Profit  als  Resultat  nicht  der  Arbeit,  sondern  des  Kapitals
selbst  oder  des  Bodens,  der  eine  Rente  abwirft.  Der  Kapitalist
wird  sich  auch  in  seiner  wirtschaftlichen  Tätigkeit  nicht  nach
dem  Prinzip  der  Kraftersparnis  richten,  da  er  selbst  doch  keine
Arbeit  aufwendet,  sondern  er  strebt  nach  Ersparnis  des  Kapitals,
der  „Produktionskosten“.  Der  Arbeiter  sucht  natürlich  seine
Kräfte  zu  sparen,  aber  nicht  er,  sondern  der  Kapitalist  ist  der
Organisator  der  Produktion.  Daher  führt  die  Entwickelung  der
Produktivkräfte  in  der  kapitalistischen  Gesellschaft  nur  insoweit ­
  zur  Kraftersparnis,  als  damit  eine  Verminderung  der  Produktionskosten ­
  verbunden  ist.  Ein  Unternehmer  wird  die  verschwenderichsten
  Arbeitsaufwände  machen  lassen,  wenn  er  dadurch ­
  einen  Profit  erzielen  kann.  An  Beispielen  für  solche  Arbeitsverschwendung ­
  mangelt  es  in  unserer  Wirtschaftsproduktion  gewiß ­
  nicht  .  .  .
Keine  einzige  Klasse  in  der  kapitalistischen  Gesellschaft  strebt
unmittelbar  danach,  die  wirtschaftliche  Entwickelung  der  Gesellschaft ­
  zu  fördern.  Je  größer  die  absolute  Summe  des  kapitalistischen ­
  Profits  ist,  um  so  mehr  Arbeitskraft  wird  für  unproduktive
Zwecke  verwendet:  für  Luxuszwecke,  Militärausgaben  usw.  Aber
auch  der  Kapitalist  sucht  die  Produktionskosten  zu  vermindern.
Und  dies  kann  er  nur  erreichen,  wenn  er  die  Arbeitsproduktivität
durch  Verbesserung  der  Produktionsmittel,  rationelle  Betriebsorganisation ­
  usw.  steigert.  Insofern  nun  fördert  er  auch  die
Kraftersparnis  in  der  Gesellschaft.
Der  Arbeiter  hat  keinen  Einfluß  auf  die  Betriebsorganisation.
            
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