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als Ganzes in ausgespreiztem Zustande in Reihen auf die Ober-
fläche der Beete ausgelegt. Dies hat den Vorteil, daß bei stär-
kerer Wasserzuführung oder bei Regengüssen, zumal wenn die
Rispen mit den Halmen festgesteckt sind, ein Fortspülen der
Körner und ein Zusammenschwemmen dieser nach den Aus-
flußöffnungen des Sawahs hin unmöglich gemacht wird. Deshalb
verdient diese Methode auch dann den Vorzug, wenn mehrere
Reissorten innerhalb eines Sawahbeckens zur Aussaat kommen
sollen und man ihre Vermischung vermeiden will. Der Nach-
teil dieser alten Methode besteht aber darin, daß hierbei sämt-
liche Körner einer Rispe, also neben den guten, kräftigen auch
die schwachen und schlecht ausgereiften zur Keimung und Ent-
wicklung kommen. Da nun beim späteren Auspflanzen eine
genaue Auswahl und Beseitigung der schwachen Keimlinge nicht
mehr möglich ist, so soll durch dieses Verfahren die kommende
Ernte ungünstig beeinflußt werden.
Aus diesem Grunde wird jetzt allgemein der Aussaat von
isolierten Körnern der Vorzug gegeben. Zu diesem Zwecke löst
man durch Reiben zwischen den Händen oder den Füßen oder
auch durch Ausschaben mittels einer Kokosnußschale mit ge-
kerbtem Rande die Körner von den Halmen los. Dann wirft
man sie in Wasser und beseitigt alle oben schwimmenden leichten.
Die zu Boden sinkenden tut man in Bambuskörbe und stellt
diese 2—3 Tage in fließendes Wasser, bis die Körner stark auf-
gequollen sind und z. T. sogar zu keimen beginnen. Darauf
Jäßt man für einige Stunden das Wasser von den Saatheeten
ablaufen und kann nun mit der Aussaat beginnen. Oft werden
auch die Körner, um ein Zusammenkleben zu verhindern sowie
zum Schutze gegen Ungeziefer, mit Asche vermengt und auch
die Saatbeete mit Asche bestreut. Man rechnet meist auf 1[]RR
(= etwa 14 qm) Saatbeet ungefähr 1 kg nasse Körner; 30 bis
40 []RR Saatbeet genügen für die Bepflanzung eines Bouws.
Es erfordert demnach 1 Bouw 30—40 kg gequollener Saat.
An den auf die Aussaat folgenden Tagen werden während des
Aufgehens der Keimlinge die Beete überall nur mäßig bewässert.
Über das Maß der ferneren Wasserzufuhr nach dem Keimen der