Sechzehntes Kapitel.
Einfluß des Konsums auf die Entwicklung der
Produktivkräfte.
Aus der angeführten Analyse der Neugruppierung der Produktionskräfte
infolge einer gewissen Zunahme des persönlichen
Konsums ist ersichtlich, daß die Entwicklung des inneren
Marktes und der Produktion sich umso schneller vollzieht, je
mehr Produktions- und Verkehrsmittel für die Herstellung und
den Absatz der neu produzierten Waren erforderlich sind. Es
ist klar, daß, wenn der Konsum von Arbeitsprodukten zugenommen
hat, die keinen großen Aufwand an Produktionsmitteln
erfordern, der innere Markt sich nur wenig erweitern und die
Entwicklung der Produktionskräfte der Gesellschaft sich langsamer
vollziehen wird.
Der Konsum der Kapitalisten- und der Arbeiterklasse unterscheidet
sich nach ihrem Charakter schroff voneinander. Die
Konsumsteigerung der Arbeiterklasse führt zu einer Vermehrung
der Massenproduktion, die in den meisten Fällen eine höhere
Struktur des Kapitals, das heißt relativ teurere Werkzeuge, die
Anwendung von Maschinen usw. erfordert. Die Konsumsteigerung
der Kapitalistenklasse erfordert im Gegenteil eine relativ
niedrige Struktur des Kapitals und „unproduktive“ Arbeit.
Hauptsächlich steigert sich die Inanspruchnahme der Dienstboten
zu verschiedenen Dienstleistungen. Wie bekannt, ist sowohl
für die Ballettänzerinnen wie für die Handwerker, die
kostbare Luxusartikel anfertigen, kein hohes fixes Kapital erforderlich.
Die Dienstboten konsumieren allerdings Massenbedarfsartikel,
aber ebenso werden die letzteren konsumiert von den Arbeitern,
die die Massenbedarfsartikel herstellen. Die Konsumsteigerung
der Kapitalistenklasse führt auf diese Weise zur Konsumsteigerung
der Personen, die die Bedürfnisse der Kapitalisten be-