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gleich die Sklaverei schon weit verbreitet war und die Fürsten
ganze Dörfer besaßen, wo die Sklaven für sie arbeiteten. Wo die
Bevölkerung noch dünn war, gründete sich die Ausbeutung aus
schließlich auf das Eigentumsrecht an der Person des Menschen.
Erst mit der Zunahme der Bevölkerung, wenn sie gezwungen
wird, zu intensiverer Kultur überzugehen, kann die Besitzergrei
fung des Bodens zur Grundlage für die Ausbeutung der ländlichen
Bevölkerung werden und wird dazu. Wäre die intensive Wirt
schaft produktiver als die extensive, so würde die Besitzergreifung
einzelner Teile der Erdoberfläche auch noch heute kein Mittel
sein, die Arbeit anderer auszubeuten. Da niemand bestrebt wäre,
seinen Acker auszudehnen, so würden die in Privateigentum
übergegangenen Äcker einfach unbearbeitet bleiben. Solange der
Übergang von der primitiven FeldgraswirIschaft („Nomaden^
ackerbau“) zur Dreifelderwirtschaft (oder zum ansässigen Acker
bau) andauerte, war es nicht der Bodenbesitz, sondern das Eigen
tum an den Produktionsmitteln, das die Ausbeutung der länd
lichen Bevölkerung gestattete.
„In allen neuen Ländern,“ sagt Bagehot, „mußten alle Freien
gleich sein. Jeder hatte zu arbeiten, und jeder besaß auch
Land . . .“ Es gibt eine oft zitierte Geschichte von einem rei
chen Engländer, der sich mit einem Schiff voll Arbeiter und
einer Equipage nach Australien begab. Er dachte, die Arbeiter
würden für ihn ein Haus bauen und er würde ganz wie in Eng
land in seiner Equipage herum fahren können. Aber ... er
mußte in seiner Equipage leben, weil seine Arbeiter ihn verließen
und für sich selbst Arbeit fanden.“ *) „In solchen (dünn bevölker
ten P. M.) Ländern,“ fügt Nieboehr hinzu, „muß man die Leute
*) Bagehot, W., Physis and politics, Newedition, 1896, p. p. 72 u.
73, zitiert bei Nieboehr a. a. O. S. 300 bis 301. „All freemen in new
countries must he pretty equal; every one has labour, and every one
has land . . . There is a story often told of a great English capitalist
who went out to Australia with a shipload of labourers and a carriage;
his plan has that the labourers should build a house for him, and
that he would keep his carriage, just as in England. But ... he had
try to live in his carriage, for his labourers left him, and went away
to work for themselves.“
Masslow, Die Theorie d. Volkswirtsch.
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