Full text : Girowesen im griechischen Ägypten, enthaltend Korngiro, Geldgiro, Girobanknotariat mit Einschluss des Archivwesens

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Abschn.  39.  Vermischte  Beispiele.

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nignng  bestimmt  war.  Es  sind  vier  verschiedene  Empfänger  und
vier  verschiedene  Zahler  vorhanden,  die  sich  mit  einander  gar  nicht
decken.  Da  die  sechs  Zahlungen  am  Schlüsse  zu  einer  Hauptsumme ­
  zusammengezogen  werden,  kann  eine  Bescheinigung  über
diese  Hauptsumme  für  keinen  einzelnen  der  vier  Zahler  oder  der
vier  Empfänger  Wert  gehabt  haben.  Vielleicht  war  die  Bescheinigung ­
  für  den  inneren  Dienstbetrieb  oder  für  irgend  welche
besonderen  Zwecke  bestimmt.
Lehrreich  für  die  einschlägigen  Fragen  ist  auch  P.  Lond.  II
S.  91  Nr.  471  (172  n.  Chr.):
"Etouç  òujòeKÚTOu  AùpriXiou  ’Avtujv(ívou)  Kaícfapoç  xoû
Kupíou,  ’  Etreiq)  iß.  Mdíòujpoç  Kai  oí  X(oiTroi)  aiToX(ÓTOi)  ZTp(  ).
M€|LieTpií|ue[0]a  àrrò  xiLv  Tevri(|.iáxujv)  x[oú]  iß  (ëxouç)  (ttupoû)
  péxpui  ÒTi{|Lioaíuj)  Eu(Tx(6)  ZoKv(onaíou)  Niícrou  bqp(o(Tíujv)
  òi(à)  çri(xoXÓYU)v)  TTcuXiwv  ná[v]aa  (dpxaßag)
xpîç  ßKb,  T(ívovxai)  (nupoO)  y  ßi^.
TTujXíujv,  Sohn  des  TTá[v](Ta,  ist  der  Giroempfänger,  die  Genossenschaft ­
  der  Staatsbauem  in  Soknopaiu  Nesos  ist  die  Girozahlerin. ­
  Gezahlt  wird  aber  durch  den  Staatsspeicher  in  Zxp(  ),
dem  Wohnorte  des  Giroempfängers;  folglich  haben  wir  ein  Beispiel
für  den  Fern-Giroverkehr.  Wollte  man  daran  zweifeln,  daß  im
Genetive  ‘òrmocíiuv’  die  Girozahler  zu  suchen  sind,  so  würden
die  nachfolgenden  Worte  òi{à)  cn(xoXÓTuJv)  die  Zweifel  beseitigen,
denn  diese  Worte  besagen,  daß  die  ctixoXótoi  von  Soknopaiu
Nesos  die  Giroeinzahlung  der  òrnaóffioi  TEUipyoi  desselben
Dorfes  durch  Dienstscheck  an  die  crixoXôyoi  in  Zxp(  )  übermittelt ­
  haben.  Die  uns  vorliegende  Urkunde  ist  demnach  eine
Dienst-Rückmeldung  des  zweiten  Speichers  in  Str(  )  an  den
ersten  Speicher  in  Soknopaiu  Nesos  (vgl.  oben  S.  106).
Die  Girobescheinigung  P.  Fay.  84  (163  n.  Chr.)  lautet:
’'Ex[ou]ç  xpixou  AùxoKp[àxopoç]  Kaíffapoç  Má[pKOu]  Aiipr|Xíou
  ’Av[xuj]vívou  ZeßacrxoO  Kai  AúxoKpáx[opo]ç  Kaícíapoç
Aoukíou  AòpriXíou  Oòiípou  Zeßaffxoö,  Mexeip  lò.  Kpíuiv  Zují-Xou
  Kai  |Liéxox(oi)  crixoX(ÓTOi)  Nécxou  èTroiK(íou).  MepexpiipeOa
  péxptu  òri(pocrÍLu)  Sucrxíu  èK  xoO  Yevií(paxoç)  xoO  òie-X(riXu0óxoç)
  ß  (êxouç)  eiç  Kott^v  'ApiraXou  òià  TTexocrípemç
  'Hq)ai(crxiáòoç)  K(ax)oí(Kujv)  (rrupoO  dpxaßriv)  píav
êKxov,  Y(ívexai)  (irupoO  dpxaßri)  aC',  Kai  xoúxuuv  xà  irpocr-(pexpoúpeva).

            
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