Full text: Girowesen im griechischen Ägypten, enthaltend Korngiro, Geldgiro, Girobanknotariat mit Einschluss des Archivwesens

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Teil IV. Girobanknotariat. 
6. Zahlung: Kai diréxeiv tòv TTaveqppé|Li)iiiv xàç Xomàç^ xfiç 
Teipfiç 
7. Kaufbetrag: âpT(upíou) (òpaxpàç) éKaTÓv, 
8. Gewährleistung: Kai TrapéHexai xòv [’A]|Lipiúvio[v] eúòoKOÚvx[a] 
xfjòe x^ íTpácrei Kai ß[e]ßaiibcr€i irácrri [ßejßaiihffei. 
9. S ehre ib Vertreter: " ETp(aipev) ^ úrrép auxoO (papévou pf) eió[é]- 
vai Tpáppaxa 'HpaKXeíòriÇ ’íaiòihpou. 
G. Eigenhändige Unterschrift des Geldempfängers (Hand 2). 
Empfänger: 'A[pp]ibvioç ’Qpixévouç xoO ‘HpaKXeíòou Zoktikoct- 
pioç ó Kai ’AXGaieùç òià qppovxicrxoû TTave(ppémLi[euj]ç né- 
îrpaKa xòv KápqXov GnXiav, o[u] xò (Tripeiov TrpÓKixai, ôv Kai 
àTroTp(ávpexai) ó Zxoxopxiç, Kai ànéxuj xàç Xomàç xpç xipnç 
à[pT(upíou)] (òpaxpàç) âKaxóv, KaGibç Tr(pÓKeixai). 'HpaK(XeíÒTiç) 
’lcnòih[pou ê]Tp{avjia) birèp a(iixoO) àTp(appáxou). 
Diese Urkunde hat große Ähnlichkeit mit dem selbständigen 
Girobankvertrage von Antinoupolis (vgl. S.350ff.); nicht nur die drei 
Hauptteile (Kopf, Körper, Unterschrift) sind die nämlichen, sondern 
auch die Unterteile des Körpers: Zahler, Empfänger, Verkaufs 
gegenstand, Übereignung, Zahlung, Kaufbetrag, Gewährleistung. 
In beiden Beispielen fehlt die Bemerkung, daß die Zahlung auf 
Grund des vorliegenden Girobankvertrages erfolgt (Kaxà xnvòe xf|v 
òiaYpaqpnv). Die Urkunde aus Antinoupolis hat noch unter Punkt 9 
eine Abmachung im Palle des Versagens der Gewähr; dieser Punkt 
fehlt in der Urkunde aus Arsinoe. Wenn die letztere Urkunde 
unter Punkt 5 eine in der Urkunde aus Antinoupolis fehlende Ab 
machung über die Anmeldepflicht enthält, so ist das auf die Eigen 
art des Verkaufsgegenstandes (Kamel) zurückzuführen. 
In der Unterschrift jedoch tritt zwischen beiden Städten 
eine wesentliche Verschiedenheit zutage: der selbständige 
Girobankvertrag von Antinoupolis hat die Unterschriften beider^ 
Partner, wie das für einen „Vertrag“ Erfordernis ist, derjenige 
von Arsinoe hat jedoch nur die Unterschrift eines einzigen 
Partners, und zwar des Geldempfängers. Diese Eigenheit des 
* Es scheint also eine Anzahlung (dppaßibv) voraufgegangen zu sein. 
Vgl. Gradenwitz, Archiv II S. 109. 
* Der Herausgeber P. Viereck löst auf: ëTp(a(pa). Über die Notwen 
digkeit, ëxp(aipev) aufzulösen, siehe unten S. 359. 
® z. B. P. Lond. Ill S. 157 ff. Nr. 1164 b bis g und i bis k. Eine Aus 
nahme ist h ; vgl. darüber S. 354.
	        
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