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Werftplätze waren:
an der Oberweser:
in Hannoversch-Münden [1796 waren im Amt Hannoversch-
Münden 4 Leute beim Schiffbau, es wurden Schiffe bis zu
36 Last gebaut 1 ), 1839 gab es zwei Werften für Weser
und Werraschiffe in Hannoversch-Münden 2 ), auch 1847 3 )
und 1854 wird der Werftbetrieb in Münden erwähnt 4 );
1838 baute der Schiffsbaumeister Hr. Hagemann in Münden
ein Schiff Die Hoffnung, in der Art der Mainschiffe, nach
dessen Muster der Schiffherr Friedrich Basilius in Münden
1843 ein gröfseres bauen liefs 5 )];
in Giesselwerder [1847 und 1854 8 ); heute Heinrich Henne];
in Bodenfelde [1839 war da eine Schiffbauerei, vorzüglich für
Reparatur 2 ) 6 ), 1845 7 )];
in Höxter [1854 4 )];
in Heinsen [1796 standen in Heinsen 37 Leute beim Schiffbau in
Beschäftigung; es wurden Schiffe bis zu 40 Last gebaut. x )
1839 gab es zwei Schiffbauplätze, auf denen jährlich 8 bis
10 Weserflufsschiffe von Stapel liefen 2 ), Heinsen kommt
auch 1847 6 ) und 1854 vor 4 )J;
in Holzminden [1847 6 ) und 1854*)];
in Bodenwerder [1845 7 ), 1854 4 ); heute F. H. König, C. Pape];
in Vlotho [1848 6 ); heute in Uffeln Fr. Rasche und Büsching & Rose
meyer, in Hameln H. Erbstein, Fr. Riechardt und H. Burgemeister];
in Preufsisch-Minden [1848 6 ) und 1854 4 ); hier baute in den
Kassel 1895; W. Me tterhausen, Die Vermehrung und Verbesserung der
Weserhäfen von Münden bis Bremen, in der Zeitschrift für Binnenschiffahrt,
1898, S. 130 ff. S. a. Statistik des deutschen Reichs, N. F., Bd. XXXIX,
Teil II, Abt. b. Gebiet der Weser, 1901, S. 33 ff.; Jb. d. Hdlsk.
*) Patje, Abrifs des Fabriken-, Gewerbe- und Handlungszustandes in
den churbr.-lüneburgisohen Landen, 1796, S. 459.
2 ) Fr. v. Reden, Das Königreich Hannover, statistisch beschrieben,
II. Abt., 1839, S. 272.
3 ) Die Schiffszimmerwerft von E. Wüstenfeld in Münden baute 1843 den
hölzernen Dampfer Eduard, für den Henschel in Kassel die Maschine lieferte.
S. Reinhold, Praktische Anweisung, Frachtfahrzeuge für Ströme, Flüsse und
Kanäle zu erbauen, Berlin 1852, S. 19.
*) Heinrich Meidinger, Die deutschen Ströme, IV. Abt., 1854, S. 44.
„Zu Preufs. Minden werden auch Seeschiffe gebaut. Im Sommer 1849 ging
ein Mindener zweimastiges Schiff direkt von Minden nach der Ostsee mit
Bausteinen und brachte Bauholz mit zurück.“
6 ) W. L o t z e, Geschichte der Stadt Münden, Münden 1878, S. 240.
6 ) Friedrich Hühn, Die Weser, Zeitschrift des Vereins für deutsche
Statistik, I. Jahrg., 1847, S. 676. II. Jg., 1848, S. 390.
7 ) August Engel, Weserbuch, Hameln 1845, S. 35, 60.
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