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und Wernshausen, oberhalb Hildburghausen kann nur Scheitholz
geflöfst werden. 1 ) Auch auf der Aller bestand Flofsverkehr. 2 )
Interessant sind hier in älterer Zeit die Bestrebungen Herzog Julius
von Braunschweig zu besserer Ausnutzung seiner Harzflüsse durch
Flofs- und anderen Verkehr. 3 ) Auch im neunzehnten Jahrhundert
kam die Ise, Oertze, Oker und Radau, Urne, Ruhme und Leine z. T.
noch neuerdings Flofsholz herab. 4 )
Besonders charakteristisches Talgut sind heute seit Entdeckung
oder Ausnutzung der Lager im Hannoverschen, bei Wietze etc., Kali und
Öle. Die Berggüter sind heute wie früher mannigfaltiger und allgemeiner.
Als einigermafsen sichere Schutzhäfen und Liegeplätze für
Hochwasser und Wintereintritt, die in der Karte nicht besonders
die die Werra herunterkommenden Balken- und Dielenflöfse nur von Mündenern
durch Münden geflöfst werden. Reskript von 1724. (Bestimmungen über die
an die Stadt abzugebenden Flofsdielen und Latten 1720, 1747.) W. Lotze,
Geschichte der Stadt Münden, 1878, S. 236. Bestimmte Teile des Holzhandels
pflegten in älterer Zeit, wie in anderen Handelszweigen die Städte selbst auszuüben
(vgl. für Bremen die Verordnungensammlungen; C. Ä. Heineken,
Gesch. d. fr. Hansestadt Bremen, (Orig.-Mskrpt. Stadtb.), 1812, S. 9 u. a.).
In Bremen legten noch bis neuerdings sämtliche Flöfse in die kleine Weser;
die Oberländer Mannschaft geht zurück, auch für den Fall der Weiterflöfsung
nach Elsfleth, Brake, Geestemünde, Bremerhaven (Statist, d. d. Reichs N. F.,
Bd. XXXIX., Teil II, Abt. b. Gebiet der Weser, 1901, S. 25 ff.)
*) So Victor Kurs, Tabellarische Nachrichten; die älteren Angaben
über Zahl der Flöfse beziehen sich auch auf Wernshausen, wo heute die einbettigen
Flöfse zu mehrbettigen zusammengesetzt werden, s. Statistik, „Aus
den Thüringer Forsten geht nicht allein viel Brennholz auf der oberen Werra
nach Eichsfeld und Hildburghausen, und von da durch die Schleuse nach
Themar, Meiningen und Salzungen; sondern es gehen auch viele Baumstämme
und Bretter nach Wernshausen und ins Ausland, Stapelplätze für Langholzflöfse
sind zu Themar, Meiningen und Wernshausen.“ (Meidinger, Die deutschen
Ströme, IV., 1864, S. 26—27.) Vgl. a. H. Keller, Weser und Ems, 1901.
II. Bd., S. 372 ff. u. a.; Führer auf den deutschen Sohiffahrtstrafsen, bearbeitet
im Königl. preufs. Ministerium der öffentlichen Arbeiten, Berlin 1893; Stat. d.
d. Reichs, N. F., XXXIX. Bd., Teil II, Abt. b, S. 25 ff.
2 ) s. v. Reden, Das Königreich Hannover, II. Abt., 1839, S. 115.
a ) E. Bodemann, Volkswirtschaft Herzog Julius von Braunschweig,
Zeitschrift für deutsche Kulturgeschichte, N. F., Bd. 1,1872, S. 215 ; D. Reinho Id
und J. Oltmanns, Der deutsche Handelskanal, Bremen und Leer 1817, S. 111.
ä ) s. v. Reden, Das Königreich Hannover, II. Abt., 1839, S. 116;
Meidinger, Die deutschen Ströme, IV. Abt., 1854, 8. 28. Die älteren Nachrichten
sind unbestimmt. Statistik des deutschen Reichs, N. F., Bd. XXXIX,
Teil II, Abt. b. Gebiet der Weser, 1901, S. 25 ff.; Aller ab Gifhorn mit
gebundenen Flöfsen flöfsbar, Ise vom Kinkerbruche im Amt Isenhagen. Die
Oertze wird für gebundene Flöfse bei Müden im Amt Bergen flöfsbar.
Auf der Leine seit mehreren Jahren keine Flöfserei mehr, früher begonnen bei
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