Full text: Graf Georg Kankrin in nationalökonomischer und finanzwirtschaftlicher Beziehung

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derselben, durch Entdeckungen, durch Maschinenwesen 
fruchtbarer; die höchste Stufe der Arbeit ist die des Genies. 1 ) 
Die hier hervorgehobene Arbeitsteilung, sowie das Ma 
schinenwesen und die Erfindungen, welche Umstände für 
die Entwickelung der Produktion von größter Bedeutung 
sind, tragen zweifelsohne den Stempel der A. Smith’schen 
Lehre über die Teilung der Arbeit. 2 ) 
In der »Ökonomie« nimmt Kankrin nur noch Bezug 
auf die Menschenkräfte, die dort in physische, intellektuelle 
und moralische eingeteilt werden. 8 ) 
Diese beiden Arten von Kräften, die als Quellen der 
Produktion gelten: Naturkräfte als auch Tier- und Menschen 
kräfte äußern sich nicht in gleicher Weise, sind auch nicht 
in gleichem Masse produktiv. Je nach Ortslage, Rasse, 
Religion, Staatsverfassung und Kultur ist die Wirkung beider 
Kräfte verschieden. 1 ) 
In Bezug auf die Produktivitätsfrage der Arbeit ist die 
Meinung unseres Autors in seinen beiden Hauptwerken 
verschieden. 
Im »Weltreichtum« unterscheidet Kankrin, abgesehen 
von der zerstörenden Arbeit, dreierlei Stufen: produktive, 
reproduktive und bedingt produktive Arbeit. 
Von den tierischen und physisch-menschlichen Kräften 
meint Kankrin, daß sie »als bloß entwickelnd und verändernd 
an sich nur den Wert dessen hervorbringen, was sie ver 
zehren und was zu ihrer Erhaltung und (ihrem) Nachwuchs 
erforderlich ist, das heißt, sie sind bloß reproduktiv«. 5 ) Als 
bloß reproduktiv betrachtet Kankrin: »Handel, Fabriken, und 
die mittelbar auf die Produktion wirkenden intelligenten Be 
schäftigungen: die gewöhnliche Gelehrsamkeit, den Staats 
dienst, insofern sie sich mit Anlernung, Vervollkommnung 
°der Schutz der Kräfte beschäftigen«. 6 ) 
b Weltr. 6/7. — 2 ) A. Sm. I. 11. — 3) Ök. 7. Vgl. Storch Hdb. I, 
50 /5l. - <) Weltr. 11 16; Ök. 13. — 5 ) Weltr 25 ö ) Weltr. 26
	        
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