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duldet werden — sagt er — mit eben dem Recht, wie man
Charletans, Universalarzneien und andere Künste, die auf
die Leichtgläubigkeit des Publikums spekulieren, nicht
duldet.« 1 ) ln der »Ökonomie« kommt Kankrin jedoch zum
Schlüsse, daß »in alten vorgerückten, festgeschichteten
Ländern,« wo bei der ausgedehnten Industrie der Handel
»eine sehr hohe Bedeutung hat,« auch eine Bank, wie die
von England, als Muster dienen könne. 2 ) Ja, er findet dort
sogar private Zettelbanken zulässig, und zwar »in einem
werdenden neuen Lande, wie die Nordamerikanischen Freistaaten,«
wo der Bedarf an Kapital sehr groß und die Staatsregierung
schwach sei.« 2 ) Da müsse man »die Sache nehmen,
wie sie sein könne, und »die angeblich wohlfeilen Regierungen
nicht zu sehr loben.« 3 )
Neben den Erwerbseinkünften bilden nun die Abgaben
den letzten und wohl den wichtigsten Teil der ordentlichen
Staatseinnahmen. Von den Abgaben meint Kankrin, daß sie
überhaupt »nicht in der Natur der menschlichen Gesellschaft
selbst« liegen; 4 ) sie seien nur »ein notwendiges Übel«. Es
gebe überhaupt keine ganz guten Abgaben. »Die jetzt bestehenden
Abgabensysteme sind ... — .. meist kein Werk
eines überdachten Hauptplanes, sondern der Zeit und Notwendigkeit.«
6 ) Aber es fragt sich, »ob man keine allgemeine
theoretische Aufstellung der als gut und richtig anzunehmenden
Abgaben entwerfen könne«. 6 ) Und er antwortet auf
diese Frage negativ. »Es geht dieses ... nicht an, da hier
lediglich von praktischen Anordnungen die Rede ist, die
zwar historisch - statistisch aufgestellt, nach allgemeinen
Grundsätzen geprüft, nicht aber a priori selbst deduziert
werden können.« 6 ) Die Physiokraten haben zwar versucht
aus bloßen theoretischen Erwägungen heraus ihr Abgabensystem
zu deduzieren, indem sie mit ihrem impöt unique
den Ackerbau, als »Urquelle alles Einkommens« 7 ), belegen
L Weltr. 217. — 2 ) Ök. 154. - 3) ök. 155. - 4 ) Weltr. 154. -
6 ) Ök. 266 — «) Weltr. 144. — 7 ) Ök. 224.