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dadurch dass vom jährlichen Betriebsergebnis gewisse
Beträge ausgesondert und zusammengelegt wurden.
Diese Reserven können bis zum Ende der Gesellschafts
dauer geäufnet und dann unter die berechtigten Aktionäre
verteilt werden. Dieser Modus ist sehr vorteilhaft für ge
wisse Arten von Aktiengesellschaften, die sich besonders
mit Spekulationen befassen, deren Interessenkreis sich
immer vergrößert, und deswegen stets neuer Kapitalien
bedürftig sind. Die Reserven haben dann den doppelten
Vorteil, den Aktionären ihre Einlage für die Zukunft sicher
zustellen und für die Gegenwart der Gesellschaft neue
Einnahmsquellen zu eröffnen. Aber neben diesen Gesell
schaften, bei denen eine andere Anlage der Reserven
weder tunlich noch erspriesslich wäre, gibt es eine grosse
Menge anderer, bei denen eine solche Verwendung unmög
lich ist. Bedeutende Summen bleiben dann, infolge der
Unmöglichkeit, dieselben im Unternehmen selbst zu ver
werten 1 ), brach liegen zum Nachteile der ökonomischen
Entwicklung des ganzen Landes. Diese Reserven, deren
Grösse 2 ) für sich allein schon erhebliche Verwaltungs
schwierigkeiten bereitet, müssen möglichst sicher angelegt
werden, die Rendite wird infolgedessen gering sein. Dazu
tritt noch der Umstand, dass diese überflüssigen Kapitalien
geradezu eine Gefahr für das Unternehmen in sich scliliessen,
weil die Verwaltungsräte immer geneigt sind, disponible
Summen möglichst nutzbringend anzulegen, und sich dann
leicht zu gewagten Spekulationen verleiten lassen, die sie
mit eigenem Gelde kaum riskieren würden. Es hat sich
1 ) Feistmantel, 1. c-, 413.
2 ) Die Eisenbahngesellschaften in Frankreich und Österreich
verfügen oft über viele Hunderte von Millionen Aktienkapital, z. B-
die Compagnie des chemins de fer de Paris ä Lyon et ä la Medi-
terranee hat ein Aktienkapital von 340 Millionen, die Compagnie
du chemin de fer du Nord ein solches von 231 Millionen, die private
österreichisch-ungarische Staatseisenbahngesellschaft verfügt über
ein Kapital von 110 Millionen Gulden.