Full text : Die private Volksunfallversicherung in Deutschland

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Prämien  beraißt,  mindestens  jedoch  für  je  M.—.20  Wochenbeitrag ­
  M.  100.—,  sodann  die  Formalitäten  bei  der  Auszahlung
hinsichtlich  der  beizubringenden  Nachweise,  schließlich  die
Umwandlung  der  Versicherung  in  eine  beitragsfreie  bei  Einstellung ­
  der  Prämienzahlung  nach  dreijährigem  Vertragsbestand. ­
  Die  beitragsfreie  Versicherung  ist  gleich  der  Summe
der  insgesamt  eingezahlten  vollen  Jahresprämien.
Die  Antragstellung.
Die  gewöhnliche  Einzel-Unfallversicherung  ist  auf
möglichst  individuelle  Erfassung  des  einzelnen  zur  Deckung
angetragenen  Risikos  bedacht  und  sucht  sich  deshalb  durch
die  Stellung  einer  Reihe  von  Fragen  über  Art  und  Hohe  der
Berufsgefährdung,  sowie  die  gesundheitlichen  und  wirtschaftlichen ­
  Verhältnisse  des  Versicherungssuchenden  zu  unterrichten.
Obwohl  bei  der  Volks-Unfallversicherung  die  Einheitlichkeit ­
  der  Prämie  für  sämtliche  Risiken  ohne  Rücksicht  auf
die  größere  oder  geringere  Berufsgefährdung  eines  ihrer  vernehmlichsten ­
  Merkmale  ist,  läßt  sich  jede  Fragestellung  zur
Unterrichtung  über  die  obigen  Momente  nicht  gänzlich  vermeiden. ­
  Es  muß  der  Gesellschaft  auch  bei  der  Volks-Unfallversicheiung
  die  Möglichkeit  offen  gehalten  bleiben,  das  Einschleichen ­
  jener  Personen  in  den  Verband  der  Versicherten
zu  unterbinden,  für  die  eine  ganz  außerordentliche  Berufsgefahr ­
  vorliegt,  wie  beispielsweise  Arbeiter  in  Pulverfabriken
oder  anderen  Unternehmungen  mit  Herstellung  bezw.  Verarbeitung ­
  von  hochgradig  explosiblen  Stoffen,  Flieger,  Tierbändiger, ­
  Seiltänzer  oder  Personen,  die  nach  ihren  gesundheitlichen ­
  Verhältnissen  der  Unfallgefahr  in  außerordentlicher
Weise  ausgesetzt  sind,  wie  hochgradig  Kurzsichtige,  Schwerhörige, ­
  Lahme.
Wie  verhält  sich  nun  tatsächlich  die  Fragestellung?  Zur
Beurteilung  der  Berufsgefahr  wird  Unterrichtung  gewünscht,
in  welchem  Betriebe  der  Antragsteller  tätig  ist,  mit  Angabe
der  Fabrikationszweige  oder  Handelsartikel,  ferner  Art  der
persönlichen  Tätigkeit  darin,  sodann  ob  diese  in  Arbeiten  auf
Bauten,  Gerüsten,  Leitern,  in  Bergwerken,  Gruben,  Steinbrüchen, ­
  auf  Schiffen,  Kähnen,  in  Stallungen,  Kellereien  besteht,
            
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