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sicht auf Gewinnanteil und liefert dem Grundbesitzer seinen
Anteil in den ihm erwünschten Naturalien.
Seit dem 15. Jahrhundert lassen sich die Deutschen im
toskanischen Safranhandel nachweisen. Wir finden sie in
Toskana als Safrankäufer. Hauptsächlich aber bewerk
stelligen sie ihre Einkäufe in toskanischem Safran in der
Lombardei. Casalmaggiore und Mailand erscheinen als
Marktorte für den toskanischen Safran. Diese Verlegung
des toskanischen Safranmarktes ist wohl zum großen Teil
eben auf den Einfluß der Deutschen zurückzuführen, die
das östliche Oberitalien wegen seiner Messplätze und
leichteren Erreichbarkeit dem westlichen vorzogen.
Ein zweiter Umstand, der zur Verlegung des toska
nischen Safranstapels in die Poebene führte, war wohl der,
daß hier der natürliche Sammelpunkt auch der Safranpro
duktion der übrigen italienischen Anbaustellen war. Safran
aus den Abruzzen, den Marken, Apulien und der Lombardei
strömte hier zusammen. Das bedeutendste unter diesen
italienischen Anbaugebieten ist das von Aquila in den
Abruzzen. Hier wird der Zymmat-, Zyma- oder Zyman-
safran gebaut. Wie schon gesagt, ist es wohl möglich, daß
er sich hier in dem abgeschlossenen Hochtale des Aterno
von der Antike her erhalten hat. Als wichtig für den Handel
erscheint er erst anfangs des 14. Jahrhunderts bei Pegolotti,
der die Güte des Abruzzensafrans zwar der des toskanischen
nachstellt, ihn aber vor dem aus den Marken und Katalonien
rühmt. 1316 erhalten die Aquilaner, die Safran im König
reich Neapel verkaufen, einen Freibrief von Karl II. Als
Hauptmarkt erscheint Aquila auch bei Uzzano 1442, in dem
venetianischen Handelsbuch des Pasi 1521 ä ) und in den auf
den Handel der Deutschen bezüglichen Quellen. Auch Lan-
ciano spielt bei Pasi als Safranverkaufsplatz eine Rolle.
Ferner nennt er das Aquila benachbarte Sermona (Sul-
mona?), Im 15. Jahrhundert muß der Handel der Floren
tiner hierher ein lebhafter gewesen sein. Uzzano verzeich«
1) Gothein: a. a. 0. S. 157 ff. 2) (Barth, di Pasi) Tariffa de
pesi e mesure correspondenti dal Levante al Ponente. Venezia 1521.
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