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Vergleich zu den Arbeitern der Erwerbsbetriebe für die Eigenproduktion
entstehen, gibt es andere Schwierigkeiten, die dadurch hervorgerufen
werden, daß die Konsumgenossenschaften nur qualitativ
hoch st ehe n des und hygienisch einwandfreies
Rohmaterial verwenden können. Sie dürfen als Wahrer der
Konsumenteninteressen kein minderwertiges Vieh schlachten und kein
schlechtes Mehl verbrauchen, wie es viele private Produzenten tun.
Auch bei der Verarbeitung des Rohmaterials und der Verteilung
der fertigen Produkte müssen Momente Berücksichtigung finden, die in
privaten Betrieben nur in den wenigsten Fällen beachtet werden.
Es wirkt besonders hemmend, daß eine Konsumentenorganisation
hygienisch einwandfreie Produkte liefern muß. Deutlich kommt dies
bei der Verarbeitung und der Verteilung von Milch und Milchprodukten
zum Ausdruck, wo die kostspieligen Reinigungsanlagen die
Milchvermittlung wesentlich verteuern. Von der Verteilung der im
eigenen Betrieb hergestellten Produkte wird später die Rede sein.
Hier wäre auch noch zu erwähnen, daß sich unter Umständen
Schwierigkeiten daraus ergeben können, daß die meisten Konsum-Vereine
nur eine Konsumentenschicht, die Arbeiterschicht, umfassen.
Man hat z. B. bei Fleischereien die Erfahrung gemacht, daß für
die besseren Fleischteile nicht immer genügend Absatz vorhanden ist.
Alle jene Momente, die auch in privaten Betrieben die Produktion
erschweren, welcher Art sie auch nun sein mögen, habe ich
hier nicht erwähnt, da es mir nur auf das spezifisch Konsumgenossenschaftliche
ankam. Kapitalschwierigkeiten ergeben sich verhältnismäßig
selten bei Konsumvereinen. Wo eine Konsumgenossenschaft
für die Eigenproduktion noch nicht genügend entwickelt ist, ist
die Möglichkeit vorhanden, daß mehrere Vereine sich zur gemeinsamen
Produktion zusammenschließen. Man spricht dann von Z e n -
rralproduktivgenossenschaften. Diese sind in Deutschland
fast noch nirgends vorhanden. Dagegen hat man sie in England.
In letzter Zeit wird der Gedanke auch in Deutschland vielfach erörtert.
Man denkt besonders an die Errichtung von Zentralproduktivgenossenschaften
für die F l e i s ch v e r s o r g u n g. Wollen die Konsumvereine
vorbildliche Schlächtereien schaffen, so gehört dazu viel
Kapital und ein großer Umsatz. Beides ist aber nur bei den größten
deutschen Vereinen in genügendem Maße vorhanden, denn man muß
damit rechnen, daß die Arbeiterbudgets nicht allzu große Ausgaben
für Fleischnahrung gestatten. Ueberhaupt rentieren die konsumgenossenschaftlichen
Fleischereien im Gegensatz zu den Bäckereien weniger
gut. Das hat seinen Grund in den früher angeführten Momenten,
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