Full text : Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

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Bad-  und  Kantinenanlage  der  Fabrik  Wohlgelegen.
Waschgeschirre,  Spucknäpfe  usw.  Die  Schlafsäle  werden  täglich  und  außerdem  allwöchentlich ­
  einmal  gründlich  gereinigt  und  jährlich  einmal  getüncht.
BEAMTENWOHNHÄUSER.  Die  Fabrik  besitzt  für  diejenigen  Beamten,  deren  ständige
Anwesenheit  erforderlich  ist,  insgesamt  8  Wohnhäuser.  Hiervon  sind  6  Einzelwohnhäuser
und  2  Doppelwohnhäuser.  Sämtliche  Häuser  sind  zweistöckig,  standesgemäß  ausgeführt
und  haben  Gartenanlagen.
KANTINE  UND  BADEANSTALT.  Kantine  und  Badeanstalt  liegen  an  der  Fabrikstraße,
direkt  am  Fabrikseingang  (Abb.  3  und  4).
KANTINE.  Die  Kantine  ist  in  der
Mitte  durch  eine  herausnehmbare  Holzwand, ­
  die  eine  Türöffnung  hat,  in
2  Räume  zerlegt.  Der  vordere  Raum  ist
für  diejenigen  Arbeiter  bestimmt,  die  ihr
Essen  von  der  Kantine  beziehen,  während
der  hintere  Raum  für  diejenigen  Arbeiter
reserviert  ist,  die  außerhalb  der  Kolonie
wohnen,  ihr  Essen  von  zu  Hause  zugetragen ­
  erhalten  und  keine  alkoholischen  Getränke ­
  genießen  wollen.
Beide  Räume  können  bei  Festlichkeiten ­
  zu  einem  Saal  vereinigt  werden.
Die  innere  Einrichtung  und  Ausstattung
der  Räume  ist  je  nach  den  Verwendungszwecken ­
  gehalten.  Die  Kantinensäle  bieten ­
  Raum  für  ca.  400  Arbeiter.  Die  für
die  Kantine  vereinnahmte  Pachtsumme
wird  der  Wohlfahrtskasse  der  Fabrik
überwiesen.  Die  verabreichten  Speisen
und  Getränke  müssen  von  bester  Beschaffenheit ­
  sein.  Die  Preise  und  Gewichte ­
  der  zum  Verkauf  gelangenden
Speisen  und  Getränke  werden  zwischen
der  Fabrik  und  dem  Kantinier  halbjährlich ­
  vereinbart.  Die  gemeinsam  festgestellten ­
  Preislisten  werden  in  den  Wirtschaftsräumen ­
  ausgehängt.

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