Full text : Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Kapitel  II.  Adam  Smith.  59
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in/ühe  Nature  and  ^’-FgTme  of  the  wealth  o  f  Nations
(Untersuchung  über  die  Natur  und  die  Ursachen  des  Yolksreichtums)
erschien,  wurden  die  älteren  Schriften  fast  sofort  vergessen.  Während
die  Gedanken  seiner  Vorgänger  kaum  mehr  als  ein  historisches
Interesse  erregen,  diente  von  da  an  sein  Buch  den  folgenden  Generationen ­
  von  Nationalökonomen  als  Leitfaden  und  lieferte  ihnen  allen
den  Ausgangspunkt  ihrer  Untersuchungen.  Trotz  aller  Änderungen,
die  die  Grundprinzipien  der  Wissenschaft  erlitten  haben,  könnte  auch
heute  noch  kein  National  Ökonom  den  alten  schottischen  Schriftsteller
vernachlässigen,  ohne  dadurch  seinen  wissenschaftlichen  Horizont  ganz
bedeutend  zu  verengern.
Woher  kommt  nun  diese  einzigartige  Bedeutung,  die  seitdem
hein  anderes  ökonomisches  Werk  erreicht  hat?  Verschiedene  Gründe
e rklären  dies:
a)  Erstens  sein  großer  literarischer  Wert.  Das  Buch  Smith’s  ist
voller  Interesse,  lebendig  und  reich  an  Tatsachen.  Beständig  schneidet
er  die  für  seine  Zeitgenossen  aktuellsten  Fragen  an:  Koloniall7q
 am  die  1793  vor  der  Royal  Society  of  Edinburgh  gelesen  wurde  und
in  den  Transactions  der  Gesellschaft  erschien,  um  1811  mit  einigen  anderen
g  ensbeschreibungen  unter  dem  Titel:  Bibliographien!  Memoirs  of  Adam
®Uh,  Robertson,  etc.  von  Dugald  Stewart  veröffentlicht  zu  werden.  Heute
w ir  glücklicher.  John  Rae  hat  in  seinem  Werk:  Life  of  Adam  Smith
„  | ,Il dou  1896,  449  Seiten)  alles,  was  wir  über  ihn,  seine  Freunde  und  seine  Umung
  wissen  können,  zusammengestellt  —  die  hier  gegebenen  Einzelheiten  sind
0 j, es ® m  huch  entnommen.  James  Bonar  hat  1894  den  „Catalogue  of  thelibrary
85  '^fflith“  herausgegeben,  der  2300  Bände,  etwa  zwei  Drittel  der  Bibliothek
ui'H  s  enthält.  Noch  neuzeitlicher  ist  ein  bedeutender  Beitrag  zum  Studium  der
Smith’s.  1896  hat  nämlich  Edwin  Cannan  die:  „Lectures  on  Justice,
^  l °e,  Revenue  and  Arms  delivered  in  the  University  of  Glasgow,  by
Es'reported  by  a  student  in  1763“,  herausgegeben  (Oxford,  1896,  293  Seiten).
l, a ,, Sln ^  das  die  Vorlesungen,  die  Smith  über  Nationalökonomie  in  Glasgow  gebat.
  Aus  Zufall  fand  ein  Londoner  Rechtsanwalt  (1876)  die  handschriftl
 es  en  Aufzeichnungen,  die  ein  Student,  wahrscheinlich  1763,  während  der  Vor-1895
  ^ etl  ^^geschrieben  hatte.  Er  übergab  das  Manuskript  Herrn  E.  Cannan
sie  ZUf  Veröffentlichung.  Diese  Entdeckung  ist  deshalb  so  besonders  wichtig,  weil
Se inem S  S es * a ^ e b  die  Ideen  A.  Smith’s  vor  seinem  Aufenthalt  in  Frankreich  und  vor
IVeaHn^^entreffen  mit  den  Physiokraten  kennen  zu  lernen.  —  Von  seinem
Büch^  ^ a tions  gibt  es  zahlreiche  Ausgaben,  deren  hauptsächlichste  die  von
Aüsoul) AI ^’  bl AC  Cülloch,  Tuorold  Rogers  und  Nicholson  sind.  Die  letzte  kritische
Werten  1St  von  Cannan,  die  1904  in  London  bei  Mbthuen  in  zwei  Bänden  mit
bräncjji- 6 * 1  Anmerkungen,  erschien.  Ihr  sind  unsere  Zitate  entnommen.  Die  ge-Eco
 t  * C  , sf;e  französische  Übersetzung  ist  die  in  der  Collection  des  principaux
[De* 18 ^ 68 ’  erschienene.
M,  g TIR er i  deutsche  Text  der  angeführten  Zitate  stammt  aus  der  Ausgabe  der
Dr.  jj  sc ben  Übersetzung,  auf  die  aucli  die  Seitenzahlen  verweisen,  und  die
bcrau s „  ° n R IDT  U ena )  nach  der  oben  erwähnten  englischen  Ausgabe  von  Cannan
” e  en  hat  (Verlag  Alfred  Kröner,  Leipzig  1910).  (D.  Übers.)]
            
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