Anfangs des Jahres 1912 griff eine angesehene Zeitschrift, bke
-„'Grenzboten" (Nr. 9 vom 28. Februar 1912), die Grunerschen Ideen
wieder ans und gab damit den Anstoß zu einer neuerlichen Erörterung
der Frage in einer weiteren Öffentlichkeit. Dem Jahre 1912 war
es denn auch vorbehalten, diese Frage aus dem Zustande theoretischer
Erörterungen zu praktischen Taten gelangen zu sehen. Von vier
Seiten zugleich wurde an die Aufgabe herangetreten: Von den
„freien" Gewerkschaften und Konsumvereinen, welche der sozialdemokratischen
Partei nahestehen, von dem „Verband öffentlicher Lebensversicherungsanstalten
in Deutschland", der wenige Jahre vorher entstanden
war, ferner in Anlehnung an die Grunerschen Vorschläge
von dem „Verband deutscher Lebensversicherungsgesellschaften" und
schließlich von der im „Deutschen Arbeiterkongreß" vereinigten nationalen
Arbeiterschaft.