Full text : Das Retablissement Ost- und Westpreußens unter der Mitwirkung und Leitung Theodors von Schön

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2.  eine  WegeStrecke  bey  Schwetz,
3.  eine  WegeStrecke  zwischen  Pranst  und  Dirschau,
4.  Fortsetzung  des  Festungsbanes  in  Thorn  mit  besonderer  Rücksicht  auf
Arbeiten,  die  der  Landwirth  leisten  kann  u.  s.  w.
Was  den  Umfang  der  Maßregel,  in  Gelde  angegeben,  betrift,  so  giebt
die  Regierung  zu  Danzig  40/m  an.  Ich  besorge,  daß  dieß  nicht  zureichen
wird,  aber  als  AnhaltePunkt  es  behaltend,  würde  Marienwerder  bei  der
größeren  Armut  und  den  mehreren,  wenngleich  unbedeutendern  Domamen
wenigstens  60000  rth.  bedürfen,  und  so  käme  eine  Summe  von  100000  rth.
heraus.  Der  Antrag  scheint  der  Zahl  nach  hoch,  aber  er  scheint  es  auch  nur;
denn  es  soll  hingegeben  werden,  was  doch  nicht  einkommt,  und  es  ist
Hiebey  nicht  von  einer  Gabe,  sondern  nur  davon  die  Rede,  für  das,  was  man
zu  fordern  hat  und  nicht  bekommt,  die  Valuta  in  einem  anderen  Gegenstände ­
  zu  nehmen,  der  als  allgemein  nützliches  Großes  Werk  die  reichlichsten
Zinsen  trägt.
Um  diesen  Plan  zu  vollführen,  würde  freilich  an  Aufsichts-  und  Gerätekosten ­
  und  Neben-Ausgaben  noch  eine  baare  Summe  nothwendig  seyn,
allein  diese  schlage  ich  höchstens  auf  5000  rth.  für  jedes  Departement  und
auf  10000  rth.  für  die  Provinz  Westpreußen  an.  In  Absicht  dieser  glaube
ich  annehmen  zu  können,  daß  des  Herrn  HandelsMinisters  Exc.,  da  gerade
in  dessen  Wirkungskreis  gute  Werke  ohne  Anweisung  auf  die  WegeBau
Fonds  vollführt  werden  sollen,  bey  der  hohen  Theilnahme  und  wohlwollenden ­
  Unterstützung,  welche  die  diesjährige  Arbeit  sich  zu  erfreuen  hatte,  sehr
gerne  auf  die  dazu  bestimmten  Fonds  anzuweisen  geruhen  werde.
Schließlich  bemerke  ich  hier  nur  noch,
1.  daß  dieser  mein  Vorschlag,  meiner  Absicht  nach,  durchaus  keinen  Einfluß ­
  auf  pflichtmäßige  Einziehung  der  baaren  Gefälle  von  Seiten  der
Regierungen  haben  darf,  und  daß  mein  Plan  erst  da  seinen  Anfang
nimmt,  wo  die  Regierung  mit  aller  Strenge  das,  was  vorschriftsmäßig ­
  geschehen  soll,  versucht  hat,  und
2.  daß  über  den  Einfluß  der  jetzt  in  Absicht  der  ProduktenPreise  veränderten ­
  Zeit  auf  den  Gutsbesitzer  und  dessen  Hintersaaßen  und
Oreckitoron
a.  vor  Allem  die  beßere  Gestaltung  der  Landschaft  so  bald  als  möglich
nothwendig  ist,  und
b.  neu  fassende  Maßregeln  in  Absicht  auf  Verschuldung  und  Vererbung
dringend  nöthig  seyn  werden,  zu  deren  Ermittelung  und  zu  deren
Vorschlag  die  bevorstehende  Ständische  Versammlung  geeignet  ist.
Schön.
            
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