Full text : Tote und lebendige Wissenschaft

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wellige  streng  zergliedernde,  auf  Tatsachen  gestützte  Untersuchungen ­
  zur  Voraussetzung,  die  hier  nicht  gegeben  werden
konnten.
Lediglich  ein  grundsätzlicher  Hinweis  auf  die  Maßstäbe
sei  hier  noch  hinzugefügt,  nach  denen  die  Heranziehung
der  weniger  ergiebigen  Kräfte  jeweils  zu  beurteilen  ist.  Die
Grundlage  für  ein  solches  Lehrstück  der  nur  verhältnismäßigen ­
  Leistungsfähigkeit  aller
Wirtschaftsmittel  scheinen  mir  in  folgenden  Lehrbegriffen ­
  gegeben,  die  ich  an  anderer  Stelle  entwickelte:
An  erster  Stelle  steht  hier  der  Satz:  daß  unter  gewissen
Voraussetzungen,  wie  insbesondere  genügenden  Kapitalsvorrates, ­
  für  den  großen  Markt  der  Großbetrieb,  für  den  kleinen
Markt  der  Kleinbetrieb,  die  jeweils  richtige  Wirtschaftsform ­
  ist;  ein  Satz,  der  nicht  nur  die  Mürrische  Konzentrationslehre ­
  widerlegt,  sondern  auch  Bedingung  und  Maßstab  für  die
Anwendung  verschieden  leistungsfähiger  Betriebsformen  und
Wirtschaftsmittel  aufzeigt*).
Zweitens  wirft  das  Lehrstück  von  der  Preisverschiebung
ein  Licht  auf  unsere  Frage.  Indem  nämlich  durch  Steigerung
der  Ergiebigkeit  in  einem  Wirtschaftszweige  (z.  B.  infolge  neuer
Erfindungen)  eine  erhöhte  Kaufkraft  in  diesem  Wirtschaftskreise ­
  entsteht,  dadurch  wieder  eine  erhöhte  Nachfrage,  die
Preiserhöhungen  der  neu  nachgefragten  Güter  bewirkt,  müssen
unter  Umständen  für  diese  neu  nachgefragten  Güter  weniger
ergiebige  Wirtschaftsmittel  in  Anwendung  kommen.  Es
werden  also  damit  durch  Erhöhung  der  Wirtschaftskraft  einer
l )  Vgl.  Wahrer  Staat,  2.  Aufl.,  Leipzig  1923,  S.  150  ff.  —  Da»
Lehrstück  von  der  nur  verhältnismäßigen  Leistungsfähigkeit  der  Wirtschaftsmittel ­
  ist  kein  Widerspruch  zu  dem  an  anderer  Stelle  entwickelten  Lehrstück ­
  der  „Gleichwicktigkeit"  (s.  oben  S.  74).  Denn  es  besagt  nur,  daß
zur  Erreichung  einer  Gesamtleistung  im  Gebilde  verschiedenartige  Leistungsglieder, ­
  im  Gebilde  höherer  Ordnung  verschiedenartige  Gebilde  teilnehmen
müssen.
            
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