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DRITTER TEIL
Die Lohnklassen
Am einfachsten und zugleich am gerechtesten wäre es anschei-
nend, ohne weiteres den wirklich verdienten Lohn bis zum
Höchstbetrag in die Berechnung einzusetzen. In der Tat wird
dieses Verfahren ziemlich oft angewandt, und der Beitrag wird
dann für jeden Versicherten in einem Bruchteil seines wirklichen
Lohns ausgedrückt.
Aber, wenn man in Betracht zieht, dass es schwierig ist, vom
Arbeitgeber oder Arbeitnehmer genügend oft und. genaue Angaben
zu erhalten, um diese Schätzungsmethode streng anzuwenden,
wird man auf die Einteilung der Versicherten in Lohnklassen
zurückkommen.
Nehmen wir an, dass die Einteilung der Versicherten nach
ihrem Lohn von Null bis zum Höchstlohn und darüber durch
eine Kurve, wie in nebenstehendem Bild, dargestellt wird (Fig 1.)-
Diese graphische Darstellung hat folgende Bedeutung. Die hori-
zontale Linie stellt die Lohnhöhe dar. Die Länge des Vertikalaus-
schnitts zwischen der Grundlinie der Löhne und der Kurve stellt
die Häufigkeit des entsprechenden Lohns dar; z. B. wenn der
Punkt A einem täglichen Lohn von 25 Fr. entspricht ‚und der
Punkt B. einem solchen von 27 Fr., so wird die Zahl der Versicherten,
die einen Lohn zwischen 25 und 27 Fr. erhalten, von der schraffier-
ten. Fläche dargestellt.
Höchster .
anrechenbarer Fig. 1
Arbeitsverdienst.
Höchster .
anrechenbarer Fig. 2
irbeitsverdienst
m
ct