Contents : Geld-, Bank- und Börsenwesen

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ler  tragen.  Um  auch  dem  landwirtschaftlichen  Klein-  und  Mittelbetrieb
Kredit  zu  günstigen  Bedingungen  zuteil  werden  zu  lassen,  ihm  ober  gleichzeitig ­
  das  technisch  nicht  einfache  und  dazu  verhältnismäßig  kostspielige
Verfahren  der  hypothekarischen  Sicherstellung  zu  ersparen,  werden  Betrüge ­
  bis  zu  1000  RM  durch  die  Genossenschaften  und  die  Sparkasse  gegen
Schuldschein  und  Bürgschaften  gewährt.
Uber  ihr  eigenes  Kapital  hinaus  verschafft  sich  das  Institut  die  Mittel
für  die  Darlehen  durch  Ausgabe  von  Schuldverschreibungen,  die  ans
Reichsmark,  Goldmark,  Dollar,  Pfund,  Schweizer  Franken,  holländische
Gulden  oder  schwedische  Kronen  lauten.  Als  Maximalsumme  ist  der  6fache
—  mit  Zustimmung  des  Reichsrats  der  8fache  —•  Betrag  des  Kapitals  der
Rentenbank-Kreditanstalt  gestattet.  Zu  jeder  Emission  bedarf  es  der  Genehmigung ­
  der  Reichsregierung.  Die  Schuldverschreibungen  müssen  in
voller  Höhe  durch  näher  bezeichnete  Sicherheiten  gedeckt  sein.
Die  eingehenden  Gelder  werden  an  die  vom  Verwaltungsrat  bestiinmten,
  den  Realkredit  pflegenden  Kreditinstitute  weitergeleitet  und  von  diesen
gegen  hypothekarische  Eintragungen  auf  landwirtschaftliche  Grundstücke
ausgeliehen.  Die  Schwierigkeiten  liegen  nicht  in  der  Beibringung  hypothekarischer ­
  Unterlagen  überhaupt,  sondern  in  den  außergewöhnlichen
Eigenschaften,  die  die  Hypotheken  nach  den  Forderungen  der  ausländischen
Geldgeber  zumeist  haben  müssen.
Die  Deutsche  Rentenbank-Kreditanstalt  hat  durch  relativ  billigen  Personal- ­
  und  Hypothekarkredit  tvesentlich  dazu  beigetragen,  die  Kreditnöte
der  Landwirtschaft  zu  mildern.
tu  Die  Girozentralen  Z.
Die  Sparkassen  und  die  Kommunalbanken  sind  in  14  Girozentralen  zu>
sammengeschlossen,  die  ihrerseits  tvieder  in  der  „Deutschen  Girozentrale.
Deutsche  Kommunalbank"  in  Berlin  ihre  Spitze  haben.
Die  Girozentralen  dienen  nicht  nur  als  Abrechnungsstellen  für  den
Scheckverkehr,  sondern  auch  als  Hinterlegungsstellen  für  Sparkassen  und
Z  S.  meine  „Bankwissenschaftliche  Forschungen"  Heft  III;  F.  Nisse»,  Die
bankmäßige  Betätigung  der  Sparkassen.  Stuttgart  1926.  Heft  IV:  G.  H  a  r  tin
  a  n  n  ,  Die  Entwicklung  und  Organisation  des  kommunalen  Bankwesens  in
Deutschland.  Stuttgart  1926.  S.  a.  die  in  diesen  beiden  Schriften  angegebene
Literatur.  H.  I  u  r  s  ch,  10  Jahre  Deutsche  Kommunal-Giroorganisation.
Denkschrift.  Berlin  1926.
            
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