Full text : Volkswirtschaftspolitik

Bergbaupolitik.  83
Anstalten  und  Maßnahnien  zugunsten  der  Binnenfischerei
entfällt.
Bei  der  Seefischerei,  der  mit  Recht  jetzt  allgemein  eine
große  Bedeutung  für  die  Volkswirtschaft  beigemessen  wird,
tritt  das  Bedürfnis  zum  Eingreifen  auch  mit  Geldmitteln
noch  schärfer  hervor,  weil  zu  einem  zweckmäßigen  Betriebe
verhältnismäßig  große  Aufwendungen  nötig  sind  und  weil
gleichzeitig  die  Verlustgefahr  dieses  Betriebs  sehr  erheblich  ist.
Durch  Gewährung  von  Geldpreisen  für  Bau  und  Ausrüstung
von  Fischereifahrzeugen,  durch  Fangpreise,  durch  Erleichterung
von  Hafen-  und  dergleichen  Gebühren,  durch  Beförderung
der  Versicherung,  durch  Anlage  von  besonderen  Fischerhäfey,
durch  Vomahme  oder  Förderung  einschlägiger  wissenschaftlicher ­
  Untersuchungen  und  tatsächlicher  Versuche,  durch  Abmachungen ­
  mit  anderen  Staaten  usw.  sucht  deshalb  die
staatliche  Politik  hier  fördernd  einzugreifen.  Frankreich  hat
sich  in  dieser  Richtung  schon  seit  längerer  Zeit  in  umfassender
Weise  betätigt.  Auch  Deutschland  hat  sich  der  Aufgabe  in
wachsendem  Maße  gewidmet.  Seit  1886  ist  in  den  Reichs-Haushaltsvoranschlag
  eine  besondere  Beihilfe  „zur  Fördemng
der  Seefischerei"  eingestellt.  Die  bereitgestellten  Mittel  waren
1886  100  000  Mk.,  1887-1898  jährlich  200  000  Mk.,  1899
bis  1906  jährlich  400  000  Mk.,  1907  300000  Mk.,  seit  1908
jährlich  350  000  Mk.  Im  ganzen  hat  die  deutsche  Hochseefischerei ­
  unter  dem  Einflüsse  dieser  Fürsorge  beträchtliche  und
erfreuliche  Fortschritte  gemacht.  (Vgl.  Bd.  159  dieser  Sammlung, ­
  S.  61  ff.)
12.  Bergvmijwlittt.
Die  allmähliche  Aufzehrung  der  im  Boden  gelagerten
nutzbaren  Gesteine,  die  besondere  Art  und  die  eigenartigen
Bedingungen,  Voraussetzungen  und  Gefahren  der  bergmännischen ­
  Arbeit,  die  große  Versuchung  zum  Raubbau,  die
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