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lich war. Eine Moderichtung nur entfernt ähnlicher Art
war aber für keine andere Tabakgenußart vorhanden, und so
dürfen jedenfalls hinsichtlich der vom Wertzölle berührten
Genußarten, also der Genußarten ausschließlich der Zigarette,
alle Zweifel darüber schwinden, daß die günstige Entwicke
lung des allgemeinen Verbrauchs der verhältnismäßig ge
ringen Belastung derbilligenSortenzuzuschreibenist. Mußte
es doch für die allgemeine Berbrauchsentwickelung zweifel
los von größtem Einflüsse sein, ob jedes Kilogramm aus
ländischen Rohstoffes den gleichen Zoll trägt oder ob ein
Kilogram m Deckblatt der billigsten Zigarre mit 80 Pfennigen,
der feinen Zigarre mit 8 Mark, ein Kilogramm Domingo
einlage für billige Zigarren mit etwa 30 Pfennigen, ein
Kilogramm feinster Havanaeinlage mit etwa 3 Mark be
lastet ist. Das find Beispiele so gewaltiger Belastungs
unterschiede, daß die Versuche, die Gerechtigkeit und Wirk
samkeit des Wertzolls nach der Richtung der unterschied
lichen Belastung der verschiedenen Verbraucherklassen ab
zuleugnen, endlich verstummen sollten. Wenn beklagt
wird, daß eine Preissteigerung für billige Rohstoffe statt
gefunden hat, so hat das in den allgemeinen Verhältnissen
des Weltmarktes seinen Grund, die für einen allgemeinen
Welthandelsartikel wie Tabak die Preisgestaltung am
nachhaltigsten bestimmen und die denn auch trotz des
Wertzolles zur Zeit gerade die allerg rö ßte Preissteigerung
bei den feinsten und teuersten Decktabaken herbei
führten. Es ist vielleicht eines der sprechendsten Bei
spiele für die leidenschaftliche Voreingenommenheit, unter
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