Metadata: Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

. 748 
Obst- und Beereufrachte sowie deren Erzeugnisse. 
Auslaugungserzeugnis der Fruchtpreßrückstände. Auch, werden die stark ge 
wässerten Säfte auf den normalen Gehalt an Mineralstoffen und deren Alkalität eingestellt. 
Die Zusammensetzung echter und verfälschter Fruchtsirupe erhellt aus 
folgenden Zahlen: 
Bezeichnung: 
Anzahl der 
Untersuchungen 1 
Spez. Gewicht 
■a 
td 
W 
Gew.-°/ 0 
Q 
CD 
Invertzucker 
<13 
03 
O 
oä 
A 
o 
o 
cö 
CO 
Gew.-°/ 0 
U 
03 — 
’a> 
■c -a 
CD U 
M -Ö 
o * 
rj Cr} 
S3 
Gew.- 0 /« 
CD 
*P4 
:<i <D 
1 =§ 
S c0 
3 
:cö 
co 
Gew.-°/ 0 
,03 
o 
m 
'S 
CD 
a 
S 
Gew.-°/ 0 
Alkalität 
(=ccmN.-Säure 
für 100 g) 
ÖD 
a rtr-' 
ä ®« 
CD ai CD-2 
t-( <D .r-t td 
S, |ä 
73 
0 
Himbeer-Sirup .... 
45 
1,3227 
66,26 
22,39 
42,25 
1,82 
0,698 
0,261 
2,49 
— 19,8 
Brdbeer-Sirup 
7 
1,3075 
62,82 
23,66 
37,72 
1,60 
0,315 
0,216 
1,96 
— 19,5 
Johannisbeer-Sirup . . . 
6 
1,3274 
65,57 
30,16 
31,45 
— 
1,055 
0,284 
2,27 
Kirsch-Sirup 
6 
1,3387 
68,95 
— 
— 
— 
0,401 
0,267 
2,34 
— 19,7 
Him- 
Wasser u. Nach 
presse . . . 
20 
1,2812 
58,36 
0,132 
1,23 
-19,7 
beer- 
Sirupe 
desgl. u. Teer 
farbstoff . . 
20 
1,2332 
49,98 
0,134 
1,05 
— 19,5 
mit 
desgl. u. Kirsch 
saft .... 
Stärkesirup . . 
20 
1,2658 
55,46 
0.138 
1,39 
- 20,4 
20 
1,3033 
61,66 
— 
— 
— 
— 
0,191 
1,46 
+ 39,6 
Die Untersuchung wird wie folgt vorgenommen: 
1. Wasser wie bei Ohstkraut S. 743. 
2. Extrakt und Alkohol. 50 ccm Saft werden mit 100 ccm Wasser verdünnt, 
und von dem Gemisch werden 100 ccm ahdestilliert. In dem Destillat wird wie 
hei alkoholischen Getränken (vergl. S. 673 u. f.) der Alkoholgehalt bestimmt und aus 
dem spezifischen Gewicht des auf 100 ccm aufgefüllten DestillationsrUckstandes der 
Extraktgehalt des Saftes mit Hilfe der Zuckertabelle von K. Windisch (Tabelle XIX 
am Schluß) oder der Extrakttabelle von Halling (Tabelle XTTT am Schluß) berechnet. 
3. Optisches Verhalten mul Bestimmung des Gehaltes an Stärkesirup. Nach 
Juckenack und Pasternack werden 10 ccm Saft mit Wasser zu 100 ccm ver 
dünnt, mit einer kleinen Messerspitze gereinigter Tierkohle versetzt, filtriert und 
im 200 mm- (bezw. 100 mm-) Rohr polarisiert. Andere 10 ccm Saft werden mit 
etwa 70 ccm Wasser verdünnt, mit einer kleinen Messerspitze gereinigter Tierkohle 
versetzt und nach Zugabe von 5 ccm konzentrierter Salzsäure (spezifisches Ge 
wicht 1,19) fünf Minuten lang auf 68—70° erwärmt (Zoll-Inversionsvorschrift), dann 
sofort abgekühlt, auf 100 ccm aufgefüllt, filtriert und im 200 mm-Rohr polarisiert. 
Die erhaltene Drehung ist auf die spezifische Drehung (d. h. 100 g Extrakt in 100 ccm 
im 100 mm-Rohr) umzurechnen und aus dieser ein etwaiger Gehalt von Stärkesirup 
in folgender Weise zu berechnen: 
Es sei das spezifische Gewicht des alkoholfreien Saftes = 1,3260 entsprechend 
65,99 Gewichtsprozenten Zucker = 87,43 g Zucker in 100 ccm; die Polarisation 
des Saftes (10 ccm Saft: 100 ccm im 200 mm-Rohr) betrage —|— 4,3 °/ 0 , also 10 ccm 
Saft: 100 ccm im 100 mm-Rohr = +2,15°, mithin der reine Saft im 100 mm-Rohr 
= + 21,5° und die spezifische Drehung des Extraktes = + 24,59 0 (d. h. 100 g 
Extrakt zu 100 ccm gelöst im 100 mm-Rohr). 
J ) Gesamtextrakt weniger Gesamtzucker (als Invertzucker berechnet). 
2 ) Hierunter ist die Drehung von 100 g invertiertem Extrakt in 100 ccm Wasser im 
100 xnm-Eohr zu verstehen.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.