Full text : Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

Hermann  Halbach,  Reichskrankenversicherung.

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Anlage  der  Rücklagen.
Soweit  reichen  die  Materialien  der  amtlichen  Statistik.  Es  fehlen
danach  vor  allem  Feststellungen  darüber,  wie  die  Rücklagen  der  Krankenkassen ­
  angelegt  sind.  Auch  an  anderen  Stellen  sind  derartige  Unterlagen
nicht  zu  finden.  Es  mußten  daher  für  diefe  Untersuchungen  besondere
Erhebungen  angestellt  werden.  Zu  diesem  Zwecke  ist  ein  entsprechender
Fragebogen  aufgestellt  worden.  Durch  die  freundliche  Vermittelung  des
Hauptverbandes  deutscher  Ortskrankenkassen,  Dresden  (Vorsitzender  Julius
Fräßdors,  Dresden)  und  des  Verbandes  zur  Wahrung  der  Interessen  der
deutschen  Betriebskrankenkassen,  Essen  (Vorsitzender  Justizrat  Wandel,
Essen),  wurde  dieser  Fragebogen  an  eine  größere  Anzahl  Orts-  und
Betriebskrankenkassen  versandt.  Die  Fragebogen  sind  beantwortet  worden
von  429  Betriebskrankenkassen  mit  rund  735  000  Versicherten  und
252  Ortskrankenkassen  mit  etwa  2  860  000  Versicherten;  es  sind  vornehmlich ­
  die  großen  allgemeinen  Ortskrankenkassen.
Diese  681  Krankenkassen  mit  annähernd  3,6  Millionen  Versicherten
hatten  1910  Rücklagen  im  Gesamtbeträge  von  rund  91  270  000  Mk.

Davon  waren  angelegt:
1.  bei  öffentlichen  Sparkassen  14  042  000  Mk.
2.  in  Wertpapieren  des  Reiches  8  655  000  „
3.  in  Wertpapieren  der  Einzelstaaten  17  554  000  „
4.  in  Wertpapieren  von  kommunalen  Körperschaften
(Provinzen,  Kreisen,  Städten,  Gemeinden  usw.)  .  14  955  000  „
5.  in  Pfandbriefen,  Rentenbriefen  u.  ä  12  402  000  „
6.  in  Hypotheken  im  ganzen  Reiche  12  551000  „
7.  bei  Banken  2  841000  „
3.  in  Verwaltungsgebäuden,  Genesungsheimen,  Erholungsstätten, ­
  Kliniken,  Heilbadeanstalten  und
ähnlichen  Gebäuden  und  Einrichtungen  .  .  .  .  8  270  000  „

Die  Zinseinnahmen  aus  diesen  Anlagen  entsprechen  natürlich  dem
allgemeinen  Zinsfüße  bei  diesen  Anlagearten.
Legt  man  diese  Anlagen  von  91  270  000  Mk.  bei  den  Gesamtrücklagen ­
  der  Krankenkassen  im  Jahre  1910  von  268197  000  Mk.  zugrunde, ­
  so  ergibt  sich  folgendes:

Es  waren  angelegt:
k.  bei  öffentlichen  Sparkassen  41  261  000  Mk.
2-  in  Wertpapieren  des  Reiches  25  422  000  „
            
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