fullscreen: Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges

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ernährurig zur Verfügung gestellt werden. Deshalb ersuchen wir 
nochmals dringend, die Rationierung unserem Antrage ent 
sprechend vorzunehmen und Hinaufschraubung des Kartoffel 
preises zu verbieten. 
In der Erwartung, daß unserem Ersuchen baldigst stattge 
geben wird, zeichnen 
mit hochachtungsvollem Glückauf! 
(Folgen Unterschriften der vier Bergarbeiterverbände.) 
Eingabe um Abgabe von Petroleum. 
An das Kriegsamt (Abteilung für Beleuchtungswesen) 
Berlin W. 
Durch die herrschende Petroleumknappheit werden die Berg 
arbeiter urrd ihre Familien ganz besonders in Mitleidenschaft 
gezogen- sie können mit der kleinen Menge Petroleum, die 
heute geliefert wird, nicht auskommen. Der Bergmann, der 
Morgenschicht hat, mutz in aller Frühe seine Wohnung verlassen, 
von der Mittagsschicht kehrt er abends spät nach Hause zurück. 
Es kommt daher für den Bergmann außer der gewöhnlichen Be 
leuchtungszeit noch eine weitere Zeit in Betracht, in der die 
Lampe brennen muß. 
Hierzu kommt noch, daß die Bergmannssrau, besonders die 
jenige mit vielen Kindern, tagsüber die Hände voll Arbeit hat, 
um die täglichen Hausarbeiten zu verrichten. Die Zeit aber, 
wo die Kinder zu Bett sind, und das ist abends oder früh morgens, 
wenn der Mann zur Zeche gegangen ist, muß die Frau nähen, 
flicken und stopfen, zumal an Neuanschaffungen bei der gewal 
tigen Teuerung nicht zu denken ist. Hierbei kann wiederum die 
Lampe nicht entbehrt werden. 
Weiter haben die Kinder bei den langen Winterabenden 
Licht für ihre Schularbeiten nötig. Es sind uns Fälle bekannt, 
wo sich wegen des Petrbleummangels Kinder des Abends mit 
ihrer Schultafel vor die offene Ofentür gekniet haben, um bei 
dem Lichtschein des Feuers ihre Schularbeiten zu machen. An 
eine ordnungsgemäße Erledigung derselben kann hierbei doch 
nicht gedacht werden, ganz abgesehen von der großen Schädigung 
der Augen für solche Kinder. 
Ans diese',! Gründen bitten tvir dringend, dafür Sorge 
tragen zu wollen, daß die Bcrgarbeitersamilien, die auf Pctro- 
leumbeleuchtung angewiesen sind, vorzugsweise mit Petroleum 
beliefert werden und ihnen eine größere Menge als bisher zur 
Verfügung gestellt wird.
	        
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