Full text : Kritische Studien zum wirtschaftlichen Problem des Zwei- und Dreischichtensystems in Hochofenbetrieben

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einer Einheit innerlich erzwungener Bewegung ist“. Infolge
 dieser zwangsläufig bestimmten Eigenbewegung bedarf
 die Maschine aufmerksamer Überwachung bei weitem
nicht in dem Umfange wie der Hochofen, der nicht als ein
Mechanismus anzusehen ist, sondern gerade das beste Beispiel
 für sein Gegenstück bietet, für den Apparat. Dieser
trägt „körperlich eine Einheit innerlich erzwungener Prozesse,
 stofflicher Verwandlungen, die bloß unterstützt sind
von einzelnen Bewegungen, wie z. B. vom Gebläse, und
nur sekundär in Bewegungen des verwandelten Materials
auslaufen, wie z. B. Abzug der Gase, Niedersinken des geschmolzenen
 Erzes“?), Auslauf des Roheisens beim Abstich
 usw. Die Überwachung dieser Prozesse, ihre rechtzeitige
 Auslösung wie auch ihr rechtzeitiges Abstoppen
muß aufs sorgfältigste vorgenommen werden; daher bedarf
es angespanntester Aufmerksamkeit und sorgsamer Ausführung
 der notwendigen Verrichtungen bei der Bedienung
des Hochofens, vor allem seitens der sogenannten „Feuer-Jeute“,
 die direkt am Ofen beschäftigt sind, soll es nicht
zu dauernden Störungen im Gange dieses komplizierten
Apparates kommen. Gerade zur möglichsten Minderung
der Störungen sind jene Einflüsse von Arbeitswillen wie
Ernährungs- und Ermüdungszustand des Arbeiters zu berücksichtigen,
 die darum als ein wichtiges Moment rationeller
 Betriebsführung angesehen werden müssen, um ‚die
optimale Gestaltung des Betriebes „in höchste KErtriebswucht
 umzusetzen“ ?). Beim Übergang zum Dreischichtensystem
 hat man die entscheidenden Verkettungen dieser
Arbeitsbedingungen im Rahmen rationeller Betriebsführung
ganz besonders zu beachten, denn einmal können dann infolge
 der Verkürzung der Arbeitszeit höhere Anforderungen
an die Leistungsfähigkeit des Einzelnen gestellt werden,
1) v. Gottl-Ottlilienfeld, Wirtschaft und Technik, S. 94/95.
?) v. Gottl-Ottlilienfeld, ebenda, 5. 185.
            
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