Full text : Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Anhang.

690
Weszwegen  denn  die  Verordnungk  gemachet  wirdt,  dasz  ein
Theil  solcher  Zusteuern
1)  zur  Kirchenordnungk,  woruff  auch  unser  Vorfahren  in  etvven
und  ohn  sondere  mercklichen  Frucht  in  diesem  Stuck  1  ^
Absehen  gehabt;
2)  ein  Theil  zur  Beforderdrungk  desz  gemeinen  Schutzwesen,
so  nächst  Erhaltung  Kirchen  und  Schulen,  die  der  See
Heil  und  Wolfahrt  concerniren,  höchst  nothigk  ist,  und
sie  dasz  zeitliche  Wesen  mittbewahret,  voll  und  vorsichtig
beobachtet  werden  musz;
3)  und  den  letzlich  ein  Theil  in  die  Ambtlade  nicht  zur
mentirung  allerhandt  débauché  und  unnutzlicher  Process  ^
sondern  zur  andern  heilsamen  Spesen  gewandt  und  geke  we
werden  soll.
2)  Weill  auch  diese  Reduction  dahin  gerichtet,  dasz  nicht  s
sehr  die  Entzele  und  Particulier-Personen  alsz  dasz  gantze
und  Ambt,  dasz  vorhin  fast  keine  Beschwerde  gehabt,
beleget  werden  möge,  so  wirdt  umb  so  viel  leichter  diesesz  a
ins  Werck  gerichtet  werden  megen.
In  dem  andern  Theil  werden  einige  Specialreformation^^
nach  Gelegenheit  diesesz  und  jenesz  Ambts  und  Erheischungk
gemeinen  Besten  eingeführet,  dasz  also  dasz  erste  1  heil  u
Vermehrungk  der  Wercken  und  Meistere,  dasz  ander  uff  die
beszerung  der  Wercken  zum  gemeinen  Wesen  gerichtet  ist,  v
welchen  allen  beyde  Theile  mitt  mehren  belehren.
Der  ander  Theil  ist  gar  kurtz  und  bestehet  zum  Höchsten
4  Bogen.'

Im  Nahmen  desz  dreyeinigen  Gottesz!
Pars  seu  generalis.
Cûp.  1.  Von  T^ehrjungcn  luid  jungen  Gesellen.
i)  Esz  soll  kein  Jung  kunflftig  in  ein  Ambt,  umb  ein

Han

dt-Ij

  tLSZ  soll  Kein  jung  ivunntig  iii  «-m  .  wn./i,
werck  zu  lernen,  uff  und  angenommen  werden,  eh  une
nebest  seinem  Meister  er  vor  e.  ehrb.  Ambtgericht  getre
daselbsten  zum  Gotteszpfennigk  i  Reichsthaler  und  dai
wegen  desz  Schutzesz,  so  er  in  dieser  Stadt  genieset,  zu

Unterhaltung  auch  i  Rthal.  erleget.  Wann  solchesz  gc

;schehei^’

1  Fand  sich  nicht  im  Convolut  vor.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.