Full text : Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Kaliumchromate

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Kaliumphosphat

aber  von  der  chemischen  Großindustrie  zur  Herstellung ­
  von  Pottasche,  Kalisalpeter,  Alaun  und
anderen  Kaliumverbindungen  sowie  als  Düngemittel ­
  benutzt.  Die  deutschen  Lager  versorgen
die  ganze  Erde  mit  Kalisalzen,  und  man  hat,  um
einer  Erschöpfung  der  Vorräte  vorzubeugen,  ber
 eits  mehrfach  ein  Ausfuhrverbot  in  Vorschlag
gebracht.
Kaliumchromate.  Man  unterscheidet  zwei,  als
gelbes  und  rotes  bezeichnete,  K„  welche  beide
technische  Anwendung  finden,  t.  Gelbes  Kaliumchromat ­
  (gelbes  chromsaures  Kali,
Kaliummonochromat,  lat.  Kalium  chromicum
ilavum,  frz.  Chromate  de  potasse  neutre,  engl.
Chromate  of  potassium  yellow),  KoCrO^,  wird
aus  dem  roten  Salz  dargestellt,  indem  man  Lösungen ­
  des  letzteren  solange  mit  Pottasche  versetzt, ­
  als  noch  Aufbrausen  stattfindet,  und  dann
eindampft.  K.  bildet  zitronengelbe,  giftige  Kristalle, ­
  die  leichter  in  Wasser  löslich  sind  als  das
tote  Salz,  und  findet  in  der  chemischen  Analyse,
'U  der  Färberei  und  Tintenfabrikation  (Chromhlauholztinte)
  Verwendung,  wird  aber  für  technische ­
  Zwecke  meist  durch  die  billigere  und
tthromsäurereichere  Natriumverbindung  ersetzt.
2 -  Rotes  chromsaures  Kali  (Kaliumdichromat, ­
  lat.  Kalium  chromicum  rubrum,  Kalium  bichromicum,
  frz.  Bichromate  de  potasse,  engl,
hichromate  of  potassium),  K 2 Cr 2 0 7 ,  wird  durch
Schmelzen  von  gemahlenem  Chromeisenstein  mit
Pottasche  und  Salpeter,  oder  mit  Kalk  und  Pott
Usche  dargestellt.  Die  beim  Auslaugen  der
Schmelze  mit  Wasser  erhaltene  Lösung  liefert
Jtach  dem  Eindampfen  mit  berechneter  Menge
Schwefelsäure  das  rote  Salz.  Es  erscheint  in
formschöner  Kristalle,  die  mit  Wasser  eine  rote,
Metallisch  schmeckende,  sehr  giftige  Lösung
Sehen.  K.  wird  in  der  Färberei  und  Photolitho-^taphie,
  ferner  als  Oxydationsmittel  in  der  Teer-‘arbenindustrie
  (Alizarin),  in  der  Tintenfabrikatl
 °n,  der  Chromgerberei  und  zu  zahlreichen  anderen ­
  Zwecken  verwandt.
Kaliumjodid  (Jodkalium,  lat.  Kalium  jodahnn,
  frz.  Jodure  de  potasse,  engl.  Potassium
)0 dide),  KJ,  das  am  häufigsten  gebrauchte  Jod-Mäparat,
  findet  sich  bereits  fertig  gebildet  in  der
'‘■sehe  der  Meerespflahzen,  wird  aber  fabrikmäßig ­
  aus  Jod  hergestellt.  Zu  diesem  Zwecke
°St  man  entweder  Jod  in  heißer  Kalilauge  oder
fhan  zersetzt  Eisenjodürjodid  mit  Kaliumkarbonat
J?  der  Wärme.  Außerdem  wird  auch  das  aus
'1 er  Mutterlauge  des  Chilesalpeters  abgeschiehene
  Kupfferjodür  zur  Darstellung  von  Jodkalium
Ver wandt.  Das  K.  kristallisiert  in  durchscheihenden
  oder  porzcllanartig  weißen  Würfeln  von
■  a *rig  bitterem  Geschmack,  löst  sich  reichlich
, n  Wasser,  weniger  in  Alkohol  und  wird  an  der
huft  leicht  feucht  und  durch  Jodabscheidung
jfeiblich.  Da  es  sich  auch  am  Lichte  zersetzt,
es  vor  Luft  und  Licht  geschützt  aufbewahrt
,  er den.  Auf  der  Eigenschaft,  reichliche  Mengen
L**  zu  lösen,  beruht  die  Verwendung  in  der
^rnischen  Analyse.  Außerdem  wird  es  in  der
odizi n  gegen  Skrofulöse  und  Syphilis,  Kropf-Drüsenleiden,
  ferner  in  der  Photographie
o  zur  Darstellung  anderer  Jodpräparate  be-“utzt,

^aliumnitrat  (Salpetrigsaures  Kalium,  lat.

tn  nitrosum,  frz.  Nitrite  de  potasse,  engl.

Potassium  nitrous),  KN0 2 ,  entsteht  beim  Glühen
von  Kalisalpeter  mit  metallischem  Kupfer  oder
beim  Erhitzen  mit  ameisensaurem  Kalium  in
Form  färb-  und  geruchloser,  an  feuchter  Luft
zerfließlicher  Kristalle,  die  mit  Weinsäure  in  der
Kälte  braunrote  Dämpfe  von  Stickdioxyd  entwickeln. ­
  Es  kommt  auch  geschmolzen,  in  dünne
Stangen  gegossen,  in  den  Handel  und  findet  zur
Darstellung  von  Teerfarben'sowie  in  der  chemischen ­
  Analyse  Verwendung.
Kaliumperchlorat  (überchlorsaures  K.,  lat.
Kalium  perchloricum,  frz.  Perchlorate  de  potasse,
engl.Potassiumperchlorate),.KCIO4,entsteht  durch
Erhitzen  von  Kaliumchlorat,  bis  die  zuerst  dünnflüssige ­
  Schmelze  wieder  zähe  und  fest  geworden
ist.  Zur  Trennung  des  Gemisches  von  Kaliumperchlorat
  und  Kaliumchlorid  löst  man  in  heißem
Wasser,  worauf  das  Perchlorat  beim  Erkalten
in  Form  farbloser  Prismen  auskristallisiert.  K.
löst  sich  leicht  in  heißem,  schwer  in  kaltem
Wasser,  gar  nicht  in  Alkohol  und  zerfällt  beim
Erhitzen  auf  400 0  in  Chlorkalium  und  Sauerstoff.
Es  findet  in  der  Medizin  gegen  Malaria  und
perniziöses  Fieber,  in  der  Technik  als  Sprengmittel, ­
  zu  photographischen  Zwecken  und  zur
Herstellung  von  Feuerwerkskörpern  Verwendung.
Kaliumperkarbonat  (lat.  Kalium  percarbonicum,
  frz.  Percarbonate  de  potasse,  engl.  Potassium
  percarbonate),  K 2 C 2 O s ,  wird  durch
Elektrolyse  gesättigter  wäßriger  Kaliumkarbonatlösungen ­
  bei  —  to°  erhalten,  als  ein  in
wasserfreiem  Zustande  farbloses,,  in  wasserhaltigem ­
  Zustande  blaues  Salz,  das  beim  Erwärmen
unter  Abspaltung  von  Sauerstoff  zerfällt  und  mit
verdünnten  Säuren  Wasserstoffsuperoxyd  liefert.
K.  dient  zur  Darstellung  von  Sauerstoff,  ferner
als  Ersatz  des  Wasserstoffsuperoxyds  zum  Bleichen ­
  und  zu  photographischen  Zwecken.
Kaliumpermanganat  (übermangansaures
Kalium,  lat.  Kalium  permanganicum,  frz.  Permanganate ­
  de  potasse,  engl.  Potasse  permanganas).
  Beim  Schmelzen  von  Mangansuperoxyd
(s.  Braunstein)  Oder  anderen  Manganverbindungen
  mit  Ätzkali  und  salpetersaurem  oder  chlorsaurem
  Kalium  entsteht  eine  grüne  Masse,  die
aus  Kaliummanganat  (Mangansaures  Kali),
K 2 Mn0 4 ,  besteht  Und  als  Desinfektionsmittel
beschränkte  Anwendung  findet.  Leitet  man  in
die  heiße  wäßrige  Lösung  des  letzteren  Kohlensäure ­
  oder  Chlor,  oder  unterwirft  sie  der  Elektrolyse, ­
  so  schlägt  die  Farbe  von  grün  nach
purpurrot  um  (daher  der  Name  Chamäleonlösung), ­
  und  es  entsteht  das  Permanganat,
KMn0 4 ,  das  nach  der  Filtration  durch  Schießbaumwolle ­
  oder  Asbest  eingedampft  und  umkristallisiert ­
  wird.  Die  schwarzroten,  metallisch
glänzenden  Kristalle  lösen  sich  in  Wasser  mit
prächtig  dunkelroter  Farbe,  Durch  konzentrierte
Schwefelsäure  und  Salpetersäure  werden  sie  unter
Abgabe  von  Sauerstoff,  durch  konzentrierte  Salzsäure ­
  unter  Chlorentwicklung  zersetzt.  Wegen
seines  starken  Oxydationsvermögens  findet  das
Salz  als  Desinfektionsmittel  in  der  Medizin  Anwendung. ­
  Außerdem  dient  es  als  Bleichmittel
in  der  chemischen  Wäscherei,  als 1  Holzbeize,
zur  Darstellung  von  Sauerstoff  und  als  wichtiges
Reagens  in  der  chemischen  Analyse,
Kaliumphosphat  (Phosphorsaures  Kalium,
lat.  Kalium  phosphoricum,  frz.  Phosphate  de  po ­
            
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