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SPANIEN. — Sociales.
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frühem Aufnahmen wies die Volkszählung von 1857 an Geistlichen nur
noch nach: 43,061 Weltpriester, 0702 auf den Aussterbeetat gesetzte
Mönche und 12,593 Nonnen, zum Theil für Unterricht und Kranken
pflege verwendet. — Ende 1861 zählte man 39,885 Welt- und ausser
halb der Klöster lebende Ordensgeistliche (die Zahl der letzten ward Ende
1800 zu 0072 angegeben). Ende 1800 bestanden folg, öffentliche Schu
len für Knaben : 0217 vollständige, 5241 unvollständige, 187 zeitweise,
dann 212 höhere; für Mädchen 4471 vollständige, 848 unvollständige,
72 zeitw., 14 höhere; — sodann 4155 Privatschulen, zus. 24,353 An
stalten. Die Schülerzahl wird freil. mit 1 101,529 aufgeführt, darunter
aber Hunderttausende von Kindern unter 6 J. Der gewöhnliche Jah
resaufwand für das Volksschulwesen beträgt 01 589,405 Realen, neml.
1’406,032 aus Stiftungen, 54’330,014 v. den Gemeinden u. 5’792,219
Schulgeld. Dazu kam in den 5 Jahren 1850—60 zusammen ein aus
serordentlicher Aufwand von 21529,587 ijährl. also im Durchschn.
4’305,919)R. In den Mittelschulen zählte man 1858 erst 14,890, 1861
dagegen 21,4 78 Schüler. Die 10 Universitäten (Barcelona, Granada,
Oviedo. Madrid, Salamanca, Santiago, Sevilla, Valencia, Valladolid und
Zaragoza) hatten 1801 8011 Studenten. Hiezu kommt noch eine Reihe
von Specialschulen. Den ziemlich pomphaften Aufstellungen gegenüber
tritt aber folgende Thatsache : Nach der Aufnahme vom J. 1860 konnten
von den Einwohnern:
mannl. weibl. zusammen
lesen und schreiben 2’41.3,944 719,071 3’13(l,015
lesen, aber nicht schreiben 316,505 389,095 705,060
keines von beiden*) 5’ü34,008 G’802,S07 ll’S37,415
Zeitschriften erschienen Ende 1861 373, darunter befinden sich
aber 126 amtliche, sodann 40 für Philosophie u. Religion, 23 f. Unter
richt, 37 wissenschaftliche, 28 f. Literatur u. Kunst, 27 f moralische,
37 f. materielle Interessen, 2 f. .Jurisprudenz, 3 f. Medicin, 2 f. Landwirth-
schaft, 3 f. Verwaltung, 12 f. Handel u. Anzeigen(!), 3 für Industrie,
0 f. Militärwesen, 2 f. Musik^ 3 f. Moden, 9 f. satyrische, 7 f. Ankün
digungen, 3 f. sonstige Zwecke. — Dramatische Werke wurden 1861
von der Censur geprüft 315, davon 32 nicht genehmigt. — Theater
zählte man 1801 293 mit Plätzen für 142,072 Zuschauer; Schauplätze
für Stiergefechte 97 mit 4 82,801 Plätzen.
liodetiunbau. Seit Anfang des Jahrhunderts ist die Getreideproduction
(nach Schätzung) von 05 auf 140 Mül. Fanegas, die M einproduction von 47 auf
80 Mül. Arobas gestiegen es sollen 3'/, Mül. Morgen mit Reben bepflanzt
sein). — Die Theübarkeit des Grundbesitzes, woran es früher so sehr fehlte, ist
dermassen ins Leben geführt, dass schon im J. 1858 die Grundsteuer in 3’392,875
Quoten zur Erhebung kam (was freilich keineswegs eine eben so grosse Zahl
einzelner Eigenthümer andeutet).
Vieh stand und veranschlagter Werth desselben, 1859 :
Stück Geldwerth
Rindvieh 1’809,148 884’308,948 R.
Pferde 382,009 2703,50,041 _
Maulthiere 005,472 77O’9S3,270 -
Esel 750,007 177’39S,„00 -
Stück Geldwerth
Schafe 17*592,.538 045*148,115 R.
Ziegen 3*145,100 132*499,239 -
Schweine 1*008,203 255*899,240 -
Kamele 1801 2*091,970 -
*) Noch 1850 kam es vor, dass in ganzen Bezirken die Kinder keine andere
Schrift besassen um lesen zu lernen, als — die Kreuzzugsbulle !