Full text : Währung und Handel

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Wechsel  aus  jenem  Lande,  in  welchem  die  Zahlung  '  geleistet
werden  soll,  oder  es  ist  eine  Anweisung  auf  einen  dortigen
Banquier,  ln  beiden  Fällen  läuft  die  Abwicklung  des  Geschäftes
darauf  hinaus,  dass  die  inländischen  Wechsel  des  Importeurs
gegen  Wechsel  auf  das  Land,  in  welchem  er  Zahlung  zu
leisten  hat,  ausgetauscht  werden.  Im  ersteren  Falle  geschieht
dies  direct,  im  zweiten  indirect,  denn  auch  der  heimische
Banquier  kann  die  Anweisung  oder  den  Wechsel  auf  den
fremden  Banquier  nur  in  dem  Falle  ausstellen,  wenn  er  bei
diesem  eine  Forderung  in  der  gleichen  Höhe  ausständig  hat,
und  das  wird  nur  dann  der  Fall  sein,  wenn  er  dem  fremden
Banquier  früher  Wechsel,  die  im  fremden  Lande  zu  zahlen
sind,  zum  Incasso  übersendet  hat  oder  demnächst  solche  übersenden ­
  kann,  oder  auch,  wenn  ihn  der  betreffende  fremde
Banquier  zur  Leistung  einer  ähnlichen  Zahlung  auffordert
oder  aufgefordert  hat.  Immer  werden  es  Zahlungsverpflichtungen ­
  in  Form  von  Wechseln  sein,  die  zwischen  den  beiden
Ländern  ausgetauscht  werden,  und  es  wird  von  der  Natur
und  den  speciellen  Einrichtungen  der  Creditwirthschaft  abhängen,
  welche  dieser  verschiedenartigen  Proceduren  mit  Vorliebe ­
  gewählt  wird.
Nehmen  wir  zur  Vereinfachung  der  Betrachtung  die
Regel,  dass  jeder  Importeur,  nachdem  er  die  in  seinem
Portefeuille  befindlichen  Kundenwechsel  seinem  Banquier  übergeben ­
  hat,  direct  oder  durch  diesen  V  echsel  auf  jenes  Land
sucht,  aus  welchem  er  die  zu  bezahlende  Waare  bezog.
Umgekehrt  werden  die  Importeure  in  dem  betreffenden  fremden
Lande  V  echsel  auf  das  erstere  Land  zur  Begleichung  ihrer
Verpflichtungen  an  dasselbe  suchen.  Es  werden  ferner  die  Fixporteure ­
  des  Landes  die  fremden  Wechsel,  die  sie  als  Zahlung
für  ihre  Sendungen  in  Händen  haben,  zu  verkaufen  trachten
und  ebenso  die  Exporteure  im  fremden  Lande  die  in  ihren
Händen  befindlichen  V  echsel  aus  dem  ersteren  an  Mann
bringen  wollen.  Mit  demselben  Angebot  und  mit  derselben
Nachfrage  werden  alle  Banquiers  aus  beiden  Ländern,  die
sich  mit  derartigen  Transactionen  beschäftigen,  auf  dem  Markte
erscheinen.  Der  Natur  der  Sache  nach  wird  jeder  Verkäufer
eines  fremden  Wechsels  sich  unter  Umständen  auf  einen  kleinen
Abzug  vom  vollen  Werthe  seines  Besitzes  gefasst  machen,  da
            
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