6. Kap. Die Berechtigung des Reichthums. 375
Wenn man die drei Factoren der Gütererzeugung, das Kapital die
Wung be Action unb bie in@ %uge faßt, so wirb man f#
n den folgenden Thatsachen überzeugen: Das Kapital trägt in erster Linie
as Risico der Verluste und ist oftmals mit dem Unternehmen in unlö*-
örer Weise verbunden. Die Leitung bringt in Verbindung mit dem Kapital
» wohnlich diejenigen Gewinne hervor, welche die durchschnittliche Ertrags-
1 )e übersteigen. Dagegen ist die Arbeit in Verbindung mit den zwei erster»
àtoren die Quelle des durchschnittlichen Gewinnes, an welchem
e arbeitende Klaffe einen stabilen, ihr in Gestalt eines gehörig bemessenen
Gļ>sş>bģ berabreichten Antheil hat, und zwar einen Antheil, welcher, wenn die
nichş şib ņîâ)t dauernd schlecht gehen, auch bei eintretendem Minderertrage
¡ J herabgesetzt wird. Dagegen kann die Thätigkeit der Arbeiter, die etwas
großen nnd ganzen sich Gleichbleibendes ist, an und für sich nicht als die
lache der ausnahmsweisen Gewinne betrachtet werden. Dieselben
vielmehr, wie schon gesagt, einer außerordentlichen Geschicklichkeit der
storio!! 9 j U r banfen Unb fÖnnen iubcm oftmals auch nicht ohne ein besonders
à "'s,co des Kapitals gemacht werden; es ist also klar, daß nur diese
G%Wö %fLn"'" ^ ehielte
nesi,/ nier Un,iiänben ist es gewiß sehr nützlich und billig, wenn der Unter-
Mer seinen Leuten einen Antheil am Gewinn zusichert, wie dies ja öfters
Zum Unterhalte eines Arbeiters genügenden, aber zur Erhaltung einer Familie
0e !! b£n ϰb" ré?' Die Antwort lautete: .Er sündigt nicht gegen die Ge-
¡BijJ n ' abev er kann manchmal sündigen gegen die Nächstenliebe und die natürliche
^ ber beigefügten Erläuterung heißt es: .Die Arbeit ist das persönliche
vorder? Leiters und nicht seiner Familie. .. Es wird nicht von der Gerechtigkeit
"'bah man dem durch die Arbeit selbst verdienten Lohne etwas hinzufüge?
'hm Jr 7 ? bsr meiiet: 'Di- Arbeiter, die für den Herrn fortgesetzt arbeiten, stehen
,C ! 1,10 b'e übrigen, die nichts für ihn thun. Darum soll der Herr, welcher
ihnen " Minden kann, das vorzüglich zu Gunsten seiner Arbeiter thun, indem er
Ehalte," "7 reichlich das gibt, was er aus Gerechtigkeit durchaus nicht zu thun
Daniil? X ' bomit der so vergrößerte Lohn weniger ungenügend sei zum Unterhalt der
der £ C C5 Arbeiters. All das soll aber nur im allgemeinen gesagt sein. Sobald
Misfl öu f ben Leistungen des Arbeiters große Vortheile zieht, ist er durch eine ge-
Billigkeit verpflichtet, ihn einigermaßen durch eine Uebergebühr zu
'0ŞN, aber es hat der Arbeiter auf diese Uebergebühr keinerlei R e ch t.' Diese
des Heiligen Stuhles, von welcher der Papst persönlich billigende Kenntniß
27. «rs U)urbc dem Bischöfe im Mai 1892 übermittelt (siehe .Wiener Vaterland' vom
Stttto i * ' ’ rrroener aus viese nevergevuyr remertei St e ch t.' Diese
beé ^ 0 ìligen Stuhles, von welcher der Papst persönlich billigende Kenntniß
27 J Mrde dem Bischöfe im Mai 1892 übermittelt (siehe .Wiener Vaterland' vom
August 1893).
şhhrun ben Brief des P. A. Saft dein 8. J. zur Antwort auf die Aus-
'llrbks 9 7 bes Abbe Raubet in brr .Réforme sociale' XXV (16 mars 1893) 469 ss
'ondere 470.