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Deutschland (Handel mit Mineralien nnd Salzen).
burg, der Hamburg-Amerikanischen Paketfahrtaktieugesellschaft
verpflichtet, deutsche
Kohle (westfalische) zu gebrauchen, die
in jeder Beziehung der besten englischen
gleichsteht. Die endliche Verdrängung der
englischen Kohle vom deutschen Markt
und die Erportfähigkeit der deutschen
Kohle sind bedingt durch die Beschaffung
billiger Wasserwege. Bisher ist die Zunahme
der Einfuhr fast ebenso stark gewesen
wie die Ausfuhr. Von 1862—77
stieg die erste unt 226,9 Proz., die zweite
um 237,5 Proz. Der Handel mit Steinkohle
betrug (in Millionen Tonnen) :
Einfuhr
1862: 2,a
1872: 0,9
1875: 1,8
1878: 1,9
1880 : 2,o
Ausfuhr
1862 : 2,1
1872: 5,8
1875: 4,5
1878: 5,8
1880: 7,8
Die Ausfuhr 1880 erfolgte mit 2,4 Mill.
Ton. nach den Niederlanden, 1,9 Mill,
nach Österreich, 1,2 Mill, nach Frankreich,
dann nach der Schweiz, Belgien, Rußland,
Bremen, Hamburg. Von Koks wurden
1880: 228,206 T. (meist aus Belgien)
ein- und 348,804 T. (meist nach Frankreich)
ansgeführt.
Bei B r a u n k o h l e n ist der Export nicht
von Belang, die geringwerticze deutsche
Kohle kann die hohen Spesen eines weiten
Transports nicht vertragen; dagegen ist die
Einfuhr um so beträchtlicher, und zwar
kommt fast der ganze Betrag aus Böhmen ;
von den 1880 eingeführten 3,081,269 Ton.
entfielen 3,060,546 T. auf das böhmische
Produkt. Der Handel mit Braunkohle
betrug (in Tausenden Tonnen):
Einfuhr
1866 : 344,5
1870: 760,7
1874: 2011,5
1878: 2596,7
1880 : 3081,3
Ausfuhr
1866: 13,9
1870: 1,8
1874: 15,1
1878: 6,3
1880: 19,2
D. führte au Kohlen 1880 ein: 5 Mill.,
aus: 7,2 Mill. Ton. ; es ist hier also ein
Überschuß von 2,2 Mill. T., der sicherlich
ein bedeutend höherer wäre, könnten Wasserwege
ausgiebiger benutzt werden. Dabei
ist der Handel durch das Sinken der
Kohlenpreise seit 1874 empfindlich gelähmt
worden.
Wie die Ausfuhr von Steinkohle, so ist
auch die von Eisenerzen in den letzten
Jahren bedeutend gestiegen (1873—80
von 104,500 auf 1,263,036 Ton.), was
gerade nicht sehr günstig für die deutsche
Hüttenindustrie spricht, die sicher vorgezogen
haben würde, diese Bodenschätze dem
Ausland als Fabrikat znzuführen oder
den einheimischen Bedarf damit zu decken.
Diese Ausfuhr richtete sich fast ausschließlich
nach Belgien und Frankreich, stammt
vermutlich zum größten Teil aus Luxemburg.
Von den eingeführten Erzen (1880:
607,006 T.) kamen 235,626 T. aus Spanien
, 199,457 T. aus den Niederlanden,
jedenfalls ausländische, in holländischen
Häfen ausgeschiffte Bessemererze. Diese
plwsphorsrcien, für die Herstellung von
Bessemer-Roheisen geeigneten Erze kommen
nämlich in D. in verhältnismäßig
geringer Menge vor, und die deutschen
Stahlwerke sind daher gezwungen, bis 40
und 50 Proz. ihres Bedarfs mit hohen
Transportkosten aus Elba, Algerien, Spanien,
Schweden und Galizien herbeizuholen.
Der auswärtige Handel mit Eisenerzen
betrug (in Tausenden Tonnen):
Einfuhr
Ausfuhr
1862 : 35,5
1867: 157,8
1872: 382,5
1875 : 220,9
1878: 821,3
1880: 607,0
1862: 102,7
1867: 207,9
1872: 111,7
1875: 606,9
1878: 1141,0
1880: 1263,0
Während hier die Ausfuhr bedeutend
überwiegt, ist D. dagegen genötigt, andre
Erze, aü denen es ärmer ist, zu importicreu.
Der größte Teil der Blei-, Kupferund
Zinkerze kommt über die Niederlande
und Belgien, von überseeischen Plätzen,
ans Spanien, Österreich. 1879 war (in
Xouncn): Einfuhr Ausfuhr
Blei- und Kupfererze. . 16442 2697
Zinkerze 15792 6300
Nickelerzc 687 16
Schließen wir hieran das Kapitel der
E r d e n und Sk c i u e, mit denen D. einen
sehr regen Handel treibt, der bei Kalk, roher
Kreide', Porzellanerde, Graphit und Schiefer
bedeutende Mehrimporte, starke Mehrexporte
in erster Linie bei Cement, auch bei
Gips und rohen Steinen aufweist.