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Großbritannien (Metallindustrie: Eisen, Stahl re.).
fabriken mit 142,000 Arbeitern, in Schott
land 171 Fabriken mit 22,300 Arbeitern,
in Irland 51 Fabriken mit 3400 Arbei
tern, zusammen nahe an2000Maschinell
werkstätten mit 168,000 Arbeitern. Der
Export von englischen Maschinen stieg
bis 1873 ununterbrochen, fiel dann plötz
lich bedeutend und hat diese Höhe auch
nicht wieder erreicht, denn es betrug der
Wert der Ausfuhr (in Millionen Mark):
1862 1873 1879
Dampfmaschinen . 32,5 58,8 44,o
Aildre Maschinen . 49,4 141,g 102,i
Dampfmaschinen gehen namentlich nach
Britisch-Jndien, Australien, Deutschland,
Rußland, Spanien, Frankreich, Italien;
der Export andrer Maschinen richtet sich
nach Rußland, Deutschland, Frankreich,
Britisch-Jndien, Australien, Belgien,
Spanien und den Vereinigten Staaten.
Au erwähnen ist ferner die seit 1835
mächtig entwickelte D r a h t s e i l f a b r i k a -
tlo n in Birmingham, Warrington, Man
chester, Sheffield und Newport, welche
(ohne Telegraphendraht) 1879: 37,126
Ton. im Wert von 9,9 Mill. Mk. ver
sandte. Die Ausfuhr von Telegraphen
draht und Apparaten bezifferte sich 1879
oitf 50 Mill. Mk. Die Waffenfabrikcn,
namentlich von Birminghams. d.), welche
schon für alle Staaten der Erde in aus
giebigster Weise produzierten, brachten
1879 für 21,384,120 9Rf. an (^#^,1,
Handfeuerwaffen, Munition u. a. zur
Ausfuhr. Die S ch l o s s e r w a r e n industrie
konzentriert sich in Süd-Staffordshire,
dort werden wöchentlich 31—32,000 Stück
Schlösser erzeugt. Von Nägeln und
Schrauben wurden 1879:14,749 Ton. im
Wert von 6,5Mill. Mk. ausgeführt; 23,000
Personen waren bei dieser Industrie thätig.
Zur Fabrikation von Anke r n und Anker
ketten verbraucht man jährlich mehr als
60,000 Ton. deö besten Roherzeö. Mit
Englischen Ankern rüsten sich ausländische
Rotten aus; man führt sie nach Austrä
umn, Indien und Japan aus. Das Ge
wicht der jährlich in den Schiffsdienst kom
menden Anker beträgt 5000 Ton., das der
Ankerketten 56,000 T., in einem Gesamt
wert von ca. 1,4 Mill. Mk. Von Stahl
federn liefert Birmingham allein aus 14
Fabriken ca. 750 Mill. Stück jährlich ui
deren Erzeugung 2500 Ton. Stahl, aus
schwedischem Eisen erzeugt, verbraucht
werden. Die Kurzwarenindustrie ver
wendet allerdings auch andre Materia
lien; ziehen wir dieselbe aber auch in diese
Kategorie, so ergeben sich folgende Resul
tate. Es exportierte England 1879:
Eisen-, Stahl - und Messer-
schmiedelvaren 60,8 Mill. Mk.
Waffen und Munition. . . . 40,2 -
Industrielle Gerate u. Werkzeuge 7,1 -
Freilich empfängt heute England schon
einen großen Teil der letztgenannten
Waren vom Ausland, um sie später wie
der auszuführen.
2) Andre Metalle. Die Haupt-
stätten für K u p f e r g i e ß e r e i u. -Schmie-
derei sind in Südwales; die Zinnindu-
st r i e ist ebenda und in Cornwall zu suchen,
die Ziukgießerei in London und Bir
mingham, die Bleiverarbeitung in
SüdwaleS, Durham, Northumberland, die
M e s s i n g f a b r i k at i o n in Birmingham,
Wolverhampton, London. Rechneil wir
Metalle und Metallfabrikate zusammen,
so gewinnen wir für 1879 folgende
Handelsübersicht (in Millionen Mark):
Einfuhr Ausfuhr
Kupfer, rohes .... 58,5 43,3
Kupfer und Messing . . — i8,s
Kupferwaren .... 0,9 21,5
Messingwaren .... — 6,2
Blei 31,1 12,4
Zinn, rohes 23,1 21,e
Zink und Zinkwaren. . 18,2 2,5
Zusammen: 131,8 126,3
Für Fabrikate in Gold und Silber ist
Sheffield dominierend; von Gold- und
Silbergeschirr wurde 1879 für 1,285,320
Mk., von plattierten und vergoldeten Wa
ren für 2,907,080 Mk. exportiert. Der
gesamte Handel mit Metallen und Fa
brikaten daraus betrug 1879 (in Millio
nen Mark):
Einfuhr Ausfuhr
Metalle 158,1 468,4
Metallwaren .... 24,1 93,3
Maschinen u. Fahrzeuge. 20,0 202,3
C. Lcdcriildnstrik.
, Bis 1830 war die Lederfabrikation mit
einer Produktionssteuer von IV2 Pence