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Posen — Prag.
metrische System ist noch nicht allgemein
iil Gebrauch gekommen.
Posen (poln. Poznan), Hauptstadt
des gleichnamigen preuß. Regierungsbezirks,
an der Warthe, Knotenpunkt von sechs
Eisenbahnen; (i880) 64,733 Einw. Handelskammer
; Getreidebörse (Handelssaal).
Den Umsatz der Produkte befördern drei
jährliche Ai es sen, von welchen die Iohannismesse
(»Johannisversur«) die bedeutendste
ist. Außerdem fiirdet jährlich
vom 11.-13. Juni ein Wollmarkt statt.
Der Handel vertreibt namentlich polnische
und russische Landesprodukte: Holz, Getreibc,
Me, %#, gelle, $(mf,
Bettfederu, Tabak, Honig, Hopfen, Wachs
u. a. Die Bedeutung des Handels zcigtder
Güterverkehr folgender Eisenbahnlinien.
Derselbe war 18m (in Metertonnen):
Empfang Versand
Oberschlesische Eisenbahn. 194670 87 513
Märkisch-Posener Eiscnb. 42611 96702
Posen-Kreuhburger Eisenb. 88762 3 897
Bei dem Postamt in P. gingen 1878
ein: 2,837,052 Briefsendungcn, auf Postanweisungen
wurden 8,009,460 Mk. einund
10,157,275 Mk. ausgezahlt. Auf der
T cl e g r a p h e n station wurden 63,362 Telegramme
aufgegeben, und 58,802 kamen
an. — Kreditwesen. Die Reichsbankhauptstelle
hatte 1880 einen Gesamtumsatz
von 312,680,000 Mk., davon Wechselverkehr
138,316,600 Mk., Giroverkehr
108,484,800 Mk. Andre Geldinstitute:
Posener Krcditverein (eingetragene Genossenschaft),
Bank für Landwirtschaft
und Industrie, Provinzialakticnbank des
Großherzogtums P. — Platzgebrauche.
Man verkauft Weizen für 1050 kg,
Roggen 1000, Gerste 925, Hafer 625,
Buchweizen 875, Hülsenfrüchte 1125,
Raps und Leinsamen für 925 kg, Spiritus
wie Berlin. Kahnfracht für Getreide
wird für den Mispel von 1050 kg bedungen.
Poti, Hafenstadt in der russisch-kaukas.
Statthalterschaft, an der Eisenbahn
P.- Kutais; Station der Dampferlinien:
Ncderl. Stoomboot Maatschapgj,
w. (Ob#)
Westcotts-Linie (Antwerpen); (wo) 8000
Einw. Ressort des deutschen Konsuls m
Haiidelsgeographie.
Tiflis. P. ist für den Handelsverkehr mit
Persien sehr wichtig und wird nach Vollendung
der Eisenbahn zum Kaspischeil
Meer noch mehr gewinnen; 1878 betrilg
die Einfuhr 4,5 Mill., die Ausfuhr 18,o
am. m.
Potsdam, Hauptstadt der preuß. Provinz
Brandenburg, an der Havel und der
Berlin-P.-Magdeburger Bahn; (isso)
48,346 Einw. Hauptsteueramt; Potsdamer
Kreditbank. Fischerei, Obst- uudBlumenzucht;
lebhafte Schiffahrt aufderHavel.
Prag, Hauptstadt des Königreichs Böhmen,
nach Größe und Bevölkerung die
dritte Stadt der österreichisch-ungarischen
Monarchie, an beiden Ufern der Moldau,
Knotenpunkt sieben verschiedener Eisenbahnen
(Österr. Staatsbahn, Österr.
Nordwestbahn mit der Anschlußlinie nach
Lissa, Franz - Josephs - Bahn, Buschtiehrader
Bahn, Turnan-Kralup- Prager
Bahn, Böhmische Westbahn, P.-Durer
Bahn); (1880) 159,602 Einw. (ohne Vororte).
Handels- und Gewerbekammer;
Waren- und Effektenbörse (zugleich Wechsel-
und Geldbörse, seit 1871); Böhmische
Industrie- und Produktenhalle
(ein Aktienunternehmen). Als Wechselund
Merkantilgericht fungiert der Magistrat
der Stadt. — In Bezug auf I n -
du st rie ist P. die wichtigste Stadt Böhmens.
1874 zählte man (ohne Vorstädte
und Vororte) im ganzen 11,302 Handels-
und Gewerbsunternehmungen. Davon
hatten zum Gegenstand ihres Betriebs
434 das Baugewerbe; 212 erzeugten
Maschinen, Werkzeuge, Instrumente
und Transportmittel, 532 Metallwaren,
113 Thon-, Glas - und Steinwaren, 381
chemische Produkte, 3394 Nahrungs- und
Genußmittel, 1787 gewebte, gewirkte und
dergleichen Stoffe und Arbeiten daraus,
2220 Lederwaren, Pelzwerk, Papierwaren,
Stroh-, Fischbein- und ähnliche
Waren; 467 lieferten Erzeugnisse der
Kunstgewerbe, 803 trieben Handel im engern
Sinn. — Die Moldau ist bei P.
durchschnittlich nur 2,75 in tief, und da
innerhalb der Stadt Wehre angebracht sind,
so ist die Schiffahrt eine beschränkte. Dem
Personenverkehr auf der Moldau oberhalb
P. dienen zwei Dampfboote der Prager
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