Full text : Lexikon der Handelsgeographie

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Trave  -
mittel,  Kurzwaren,  Thee  u.  a.  Nach  Persien ­
  wurde  durchgeführt  für  14,2  Mill.
Mk.  (Baumwollmanufakte  12,2  Mill.Mk.,
Tuch,  Thee,  Zucker).  Die  Ausfuhr  besteht
in  :  Tabak,  Mais,  Nüssen,  Nußbaumauswüchsen ­
  u.  a.  AuS  Persien  transitieren
Teppiche,  Shawls  u.  a.  1879  verkehrten
hier  330  Seeschiffe,  davon  311  Dampfer
von  274,515  Ton.
Trave,  Fluß  in  Norddeutschland,  entspringt ­
  in  dem  zu  Oldenburg  gehörigen
Amt  Ahrensbök  und  fallt  nach  112  km
langem  Lauf,  wovon  38  km  schiffbar,  bei
Travemünde  in  die  Lübische  Bucht.  Sie
trägt  von  Lübeck  ab  Schiffe  bis  zu  5  m
Tiefgang.  Durch  die  Stecknitz  und  den
Stecknitzkanal  steht  sie  mit  der  Elbe  in
Verbindung.
Trclleborg,  Hafenstadt  in  der  schweb.
Provinz  Malmö,  an  der  Lund-T.-Bahn,
Station  der  Schwedischen  Dampfschiffgesellschaft ­
  (Lübeck);  0878)  2288  Einw.
Deutsche  Konsularagentur;  Skänes  Ensk.
Bank  Afdelning  Kontor.
Trier,  Hauptstadt  des  gleichnamigen
preuß.  Regierungsbezirks  in  der  preußischen ­
  Nheinprovinz,  rechts  an  der  Mosel; ­
  Station  der  Saarbahn  (T.-Saarbrücken), ­
  der  Eifelbahn  (T.-Köln)  und
der  Berlin-Metzer  Bahn;  (isso)  24,141
Einw.  Handelskammer,  Handelsgericht;
Hauptsteueramt.  —  Der  Handel  vertreibt
auf  der  Mosel  namentlich  Moselweine,
Vieh  uitd  Holz.  An  Gütern  beförderte  die
Neue  Mosel  -  Dampfschiffahrtsgesellschaft
1878:  40,330  kg;  die  Rheinische  Eisenbahngesellschaft ­
  ankommend  26,052  Ton.,
abgehend  15,406  T.;  die  Königliche  SaarbrückenerBahu
  52,095  T.  —  Kreditwese ­
  ».  Die  Negierungshauptkasse  hatte  1878
eineEinnahme  von  28,184,431,  eineAus-26,898,586
  m.
Triest,  Freihafen  und  wichtigster  Seehandelsplatz ­
  der  österreichisch-ungar.  Monarchie ­
  und  reichSnnmittelbare  Stadt  mit
einem  Gebiet  von  94  qkm,  am  Meerbusen
von  T.  und  am  Ausgang  der  Linie  Wien-T.;
  Station  der  Dampferlinien:  Österreichisch-Ungarischer ­
  Lloyd  (hier  domiziliert), ­
  Nederlaudsche  Stoombvot  Maatschappij.Cunard-und
  Leyland-(Liverpool),
Wilson-Linie  (Hull),  Società  Florio  (Pa-1

-  Triest.
termo);  (isso)  141,333  Einw.  Deutsches
Generalkonsulat;  Handels-  und  Gewerbekammer
  ;  Handels-  und  Seegericht;  Hauptzollamt; ­
  Börse,  Filiale  der  Österreichisch-Ungarischen
  Bank,  Banca  commerciale
Triest.,  Filiale  der  Unionbank,  der  Österreichischen ­
  Kreditanstalt  x.  —  Seine  Bedeutung ­
  verdankt  T.  dem  Handel,  der
sich  einerseits  nach  dein  Innern  der  österreichisch-ungarischen ­
  Monarchie,  anderseits ­
  namentlich  durch  Vermittelung  der
Gesellschaft  des  Österreichisch-Ungarischen ­
  Lloyd  nach  der  Levante,  dem
Roten  Meer,  Indien,  China  und  Japan,
nach  dem  Schwarzen  Meer  und  der  Donau,
dem  Archipel  und  den  Adriatischen  Küsten
sowie  durch  andre  Vermittelung  nach  England ­
  und  Amerika  richtet.  Der  Österreichisch-Ungarische ­
  Lloyd,  bestehend  auö  drei
Sektionen:  denvereinigten  Versicheruugskammern
  ,  der  litterarisch-historischen  Abteilung ­
  mit  eigner  Druckerei  u.  der  Dampfschiffahrtsgesellschaft, ­
  besaß  1.  Jan.  1880:
71  Dampfer  von  17,010  Pferdekräften
und  91,380  Ton.,  erbaut  mit  einem  Kostenaufwand ­
  von  51,7  Mill.  Mk.  (dabei
waren  3  Dampfer  im  Bau),  ivelche  1879
in  1412  Reisen  1,381,698  Seemeilen  zurücklegten ­
  ;  sie  beförderten  355,352(1878:
607,109)  Reisende,  262,2  Mill.  Mk.  in
Geldern,  4,614,016  Ctr.  Waren  und
29,767  Tiere.  Die  Fahrten  ergaben  eine
Einnahme  von  16  Mill.  Mk.  Die  Gesellschaft ­
  besitzt  großartige  Schiffswerften.
Andre  bedeutende  Anstalten  sind  die  Fabriken ­
  des  Stabilimento  für  Maschinen
für  die  größten  Dampfer  und  Panzerplatten. ­
  Zwei  große  Dampfmühlen  versenden ­
  Mehl,  die  Drehersche  Brauerei  ihr
Bier  nach  allen  Teilen  der  Welt.  Zur  See
werden  eingeführt:  Rohbaumwolle  und
Baumwollmanufakte,  Kaffee,  Pfeffer  und
Südfrüchte,  Getreide  und  Mehl,  Häute,
Seefische,  Steinkohle,  Farbholz,  Faßdauben, ­
  Öle,  Petroleum,  Schwefel,  Wolle
und  Wollmanufakte;  ausgeführt  werden:
Getreide,  Hülsenfrüchte,  Mehl,  Hölzer,
Kaffee,  Zucker,  Pfeffer,  Baumwolle  und
Baumwollmanufakte,  Steinkohle,  Wolle
Bier,  Spiritus,  Rum,  Papier,  Spielkarten, ­
  Citronenkisten  und  Zündhölzer.  Die
Einfuhr  wertete  1879:  289,743,746  Mk.,
            
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