Metadata : Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

XVIII.  Capitel.
Der  Handel  mit  texanisehem  Rindvieh.

Der  grösste  Theil  des  ungeheueren  Gebietes  von  Texas
^ient,  soweit  er  überhaupt  den  Menschen  nutzbar  wurde,  bis
jetzt  noch  der  Viehzucht,  und  darunter  vornehmlich  der  Rindviehzucht. ­

Die  Zahl  der  Farmen  hat  sich  vermehrt  von  72.735  im
Jahre  1850,  auf  82.368  im  Jahre  i860,  118.141  im  Jahre  1870
und  165.184  im  Jahre  1880.  Hiervon  waren  unter  3  Acres
gross  31,  von  3—10  Acres  3.554,  von  10—20  Acres  16.780,
Von  20—50  Acres  43.675,  von  50—100  Acres  29.539,  von
—500  Acres  70.821,  von  500—1000  Acres  5.988,  über
ï000  Acres  3.793.  Texas  ist  ein  Land,  in  dem  der  Grossgrundbesitz ­
  überwiegt,  auf  letzterem  wird  vornehmlich  Viehzucht ­
  getrieben.  1/n  Jahre  1880  gab  es  in  Texas  806.000
Pferde,  132.000  Maulthiere,  90.000  Arbeitsochsen,  606.000
Milchkühe,  3.387.000  Haupt  anderes  Rindvieh,  2.41  i.ooo  Schafe,
*•954  000  Schweine.
Der  Hauptreichthum  des  Landes  liegt  noch  in  seiner  Rind*
Viehzucht.  Die  grössten  Herden  existiren  und  die  überwiegende ­
  Masse  dieses  Viehes  wird  zwischen  dem  Flusse  Nueces,
^Jir  bo.  Corpus  Christi  in  den  Golf  fliesst,  und  dem  Rio
^'rande  gezogen.
Der  Landschlag  dieses  Rindviehes  stammt  aus  Spanien.
Spanier  importirten  vor  langen  Jahren  die  ersten  Rinder  hie-^^r
  und  trägt  das  Original-Texasvieh  noch  heute  den  Character ­
  des  spanischen  Rindviehes,  d.  h.  es  ist  leicht,  elegant
gebaut,  hat  lange,  spitze,  schön  geschweifte  Hörner,  ist  sehr
gesund  und  genügsam,  aber  nicht  sehr  fleischreich,  ln  den
            
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