Full text : Preußisches Landbuch

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Sterbekassen-Verein  für  schlesische  Forstbeamte,
s.  Schlesischer  Forst-Verein.
Sterbekassen-Verein  zu  Kissen.
Er  zählt  215  Mitglieder,  hat  Korporations-Rechte  und  2500  Thlr.
Vermögen.
Sterbelade  der  „Fette  Gilden-Brüderschaft"  zu  Essen.
1790  errichtet.  Sie  hat  450  Mitglieder  und  ein  Vermögen  von  2770
Thaler.
Sterbelade  zu  Moers.
Der  Ort  hat  zwei  Anstalten  dieser  Art:  die  erste  besteht  seit  1834
und  hat  die  staatliche  Genehmigung  1835  erhalten.  Sie  zählt  417
Mitglieder  und  hatte  Ende  1861  eiu  Vermögen  von  2640  Thlr.  Die
Zweite  ist  1804  begründet  und  1849  genehmigt;  Sie  hat  616  Mitglieder ­
  und  besaß  Ende  1861  ein  Vermögen  von  4100  Thlr.
Sterbelade  zu  Orsoy  (MörS),
1807  errichtet  und  1844  staatlich  genehmigt,  zahlt  sic  ihrcv  Mitgliedern
ein  Begräbnißgeld  von  20  Thlr.  Sie  hat  1260  Thlr.  Kapital-Vcrmögen
  und  einige  Grundstücke.
Sterbelade  zu  Rheydt  (Gladbach),
1826  errichtet,  ist  sie  Personen  aller  Stände  zugänglich.  Die  Zahl
der  Interessenten  beträgt  660,  das  angesammelte  Kapital  4000  Thlr.
S  ternbergsche  Schul-Stiftung  zn  Friedland  (Lübben),
begründet  von  dem  Rentier  Sternberg,  welcher  (1838)  der  Stadt
Friedland  1200  Thlr.,  zu  4  pEt.  verzinslich,  mit  der  Bestimmung  vermachte, ­
  daß  von  dem  jährlichen  Ertrage  die  schulpflichtigen  Kinder
armer  Eltern,  ohne  Unterschied  des  Glaubens,  freien  Schul-Unterricht
erhalten  sollten.
Stettiner  gemeinnützige  Bau-Gesellschaft.
Sie  besteht  seit  1853,  um  in  verschiedenen  Stadttheilen  oder  vor
den  Thoren  Stettins  gesunde  und  zweckmäßig  eingerichtete  Wohnungen
für  die  ärmere  Klasse  herzustellen  oder  zu  erwerben  und  billig  zu  verbiethen. ­
  Aktien-Kapital  20,000  Thlr.,  das  aber  bis  auf  500,000
Thlr.  vermehrt  werden  kann.  Im  Jahre  I860  besaß  die  Gesellschaft
drei  Häuser  im  Werthe  von  44,000  Thlr.
Stevermann-Detien  sche-Armen-Stiftung  zu  Münster,
von  dem  Hofkammcr-Srkretair  St  ever  mann  1735  begründet  und
von  Maria  Elisabeth  Detten  1772  durch  einKapital  von  1142  Thlr.
vermehrt.  Die  Reventten  der  Stiftung  sind  zur  Bertheilung  an  Arme
zunächst  unter  den  Blutsverwandten  der  Stifter  bestimnit.  Die  Stiftung ­
  steht  unter  Aufsicht  des  Bischofs.
Stift  zum  heiligen  Geist  in  Anklam.
Diese  Stiftung  geht  bis  in  das  13.  Jahrhundert  zurück  und  ist  sehr
wohlhabend.  Aufnahme  finden  gebrechliche,  oder  ohne  ihre  Schuld  ver-
            
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