Full text : Preußisches Landbuch

754

WahlSdorfscheö  Stipendium  zu  Jüterbog.
Der  Bürger  Martin  Wahlsdorf  (t  1813)  legirte  4s7  Thlr.  zur
Unterstützung  zweier  studirenden  dortiger  Bürgersöhne,  event,  junger
Gesellen  aus  dem  Jüterboger  Kreise  ans  zwei  bis  sechs  Jahre.  .  Das
Stipendium  beträgt  20^-Thlr.;  Kollatoren  sind  der  Pastor  und  Ktrchenvorstand
  der  Frauen-  und  Mönchenkirche  zu  Jüterbog.
Waisen-Austalt  zu  Aachen.
Ein  unter  Administration  der  Armen-Verwciltüng  stehendes  Institut,  in
ökonomischer  Beziehung  unter  die  Leitung  der  Schwestern  vom  Orden
des  h.  Karl  Borromäus  gestellt.  Es  şinden  etwa  150  Kinder  beiderlei ­
  Geschlechts  Aufnahme.
Waisen-Anstalt  zu  Bernstein.
Für  Waisen,  welche  die  öffentliche  Schule  besuchen,  durch  Vermittelung  des
Pfarrers  Grundemann  vom  Magistrat  in  der  Art  gegründet,  daß  jene
Kinder  unter  Aufsicht  und  Pstege  eines  kinderlosen,  christlich  gesinnte»
Ehepaares  in  einer  dazu  gemietheten  Wohunng  gestellt  sind.  Dre  Anstalt ­
  wird  aus  städtischen  Mitteln  und  aus  milden  Verträgen  unterhalten. ­

Waisen-Anstalt  zu  Brieg.
Ein  nicht  mehr  existirás  Institut,  dessen  Kapitalien  mit  denen  der
allgenreinen  Armenkasse  verschmolzen  stnd,  die  aber  nach  den  ursprünglichen ­
  Zwecken  zur  Erziehung  von  (zwölf)  Waiscn-Kindcrn  verwendet
werden.  Die  Kinder  werden  bei  achtbaren  Eltern  zur  Erziehung  untergebracht ­
  und  es  wurden  1861  3871  Thlr.  für  dieselben  aufgewendet.
Eine  Anzahl  Kinder  werden  für  Rechnung  der  Armenkasse  in  das
Knaben-Nettungshaus  zu  Friedland  aufgenommen.
Waisen-Anstalt  zu  Guhrau.
Sie  ist  1854  von  der  Stadt  begründet  und  wird  von  ihr  unterhalten;
1862  befanden  sich  10  Waisen  in  derselben.
Waise»  Anstalt  zu  Königsberg  i.  d.  Neun».
Im  Jahre  1849  von  einem  Verein  begründet.
Waisen-Anstalt  zu  Liebenthal.
Sie  befindet  sich  im  Kloster,  und  es  sind  darin  durchschnittlich  12  Militair-Waisen-Mädcheu
  (für  Rechnung  des  großen  Militair-Waisenhauses
  zu  Potsdam)  und  19  Civil-Waisen-Mädchen.  Die  Aufsicht  führt
eine  Laienschwester.  Die  Pension  für  ein  Kind  beträgt  30—40  Thlr.
jährlich;  das  Fehlende  wird  durch  Ueberverdirnst  beschafft.  Vermögen
besitzt  weder  die  Anstalt  noch  der  Konveut  überhaupt.
Waisen-Anstalt  zu  Aauinbing  a.  Ş-,
1)  städtische  mit  14,000  Thlr.  Kapital  und  einigen  Grundstücken.  Aus
den  Einkünften  werden  98  Waisenkinder  erzogen.  Die  Zöglinge  erhalten ­
  freien  Schul-Unterricht  -in  den  städtischen  Schulen  imb  bei  der
Entlassung  5  Thlr.  Mitgabe.  Die  Knaben  werden  nach  Umständen
zur  Erlernung  eines  Handwerks  auf  Kosten  der  Anstalt  untergebracht;
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.