Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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was  als  wirthschaftliche  Leistung  auszugeben  unthunlicb  sei.
Das  Beiwort  „verlogen”,  welches  einem  Lassalle  (und  zwar
aus  der  eignen  Behausung)  in  seiner  Stilart  geläufig  war,
wurde  hier  einmal  mit  Recht  angewendet.  Natürlich  kann  es
nicht  bedeuten,  dass  Bastiat  in  der  Grundform  seiner  Auffassungsart
  sich  deutlich  einer  Unwahrheit  bewusst  gewesen
wäre,  sondern  es  kann  nur  heissen  sollen,  dass  der  Standpunkt
dieser  Vorstellungsart  der  Verhältnisse  ein  von  Natur  trügerischer ­
  sei,  an  welchen  sich  die  mehr  oder  minder  bewusste
Lüge  bei  jeder  weiteren  Bethätigung  und  bei  jeder  unterdrückten
Regung  des  sich  anmeldenden  Gefühls  des  innern  Widerspruchs
unvermeidlich  knüpfen  müsse.  Letzteres  ist  denn  auch  im
Bastiatitenthum  fast  regelmässig  der  Fall.  Die  bonhommistische
Spielart  desselben,  mit  welcher  es  Lassalle  zunächst  zu  thun
hatte,  licss  den  Constrast  der  guten  Absicht  und  der  mit  dem
zweideutigen  und  zweiseitigen  Standpunkt  unausweichlich  verbundenen ­
  Täuschung  noch  mehr  horvortreton.  Dieser  schielende
Trug  und  die  zugehörige  Corruption  mit  ihrem  Beschönigungsund ­
  Aussöhnungsschein  fanden  in  Lassalle  einen  Widersachei,
der  um  so  rücksichtsloser  verfuhr,  als  er  selbst  mit  den  Schleichwendungen ­
  vertraut  und  die  menschliche  Natur  aus  unmittelbarster ­
  Anschauung  auch  von  den  schlechteren  Seiten  sachkundig ­
  zu  würdigen  wusste.  Es  konnte  ihm  eher  alles  Andeie
begegnen,  als  dass  er  sich  hätte  durch  den  mit  gut  scheinenden ­
  Gemüthlichkciten  gemischten  Charakter  der  gegnerischen
Propaganda  über  die  innerlichen  Unwahrheiten  der  doppe  -
seitigen  Tendenz  in  seinen  drastischen  Blosstollungen  beirren
lassen.  Mit  dem  Schielenden  des  Dienstes  hatte  es  seine  Richtigkeit, ­
  und  nur  die  Meinung,  dass  man  diesen  Begriff  nicht
wirklich  auf  eigentlich  wirthschaftliche  Leistungen  beschränkt
denken  könne,  ist  unzutreffend.  Was  aber  Bastiats  thatsächlicho
  Wendungen  hinbelangt,  so  wissen  wir  ja,  woher  jenes
Schielen  und  jener  unwahre  Begriffsbcstandthcil  rührte;  —
beide  waren  die  einfache  Folge  der  Ungeschicklichkeit  und
Verlegenheit,  in  welche  Bastiat,  der  bisher  nur  das  Arbeits
prill  ei  p  gekannt  hatte,  durch  sein  Plagiat  aus  Carey,  mit  dem
er  nicht  genug  anzufangen  verstand,  gerechter  und  koniiscler
Weise  gerathen  war.
In  allem  Uobrigen  ist  es  Lassallo  nicht  gelungen,  den  Inhalt ­
  des  Bastiatschen  Buchs  irgendwo  ernstlich  in  einem  wich-
            
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