Kapitel I. Die Physiokraten,
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trieben erscheinen mag, so läßt sie sich doch aus der schrecklichen
Finanzwirtschaft unter dem ancien regirae rechtfertigen.
Die Einwürfe, welche diese nur auf die Grundbesitzer beschränkte
Steuer nicht hervorzurufen verfehlten, sind von den Physiokraten
vorgesehen worden und sie haben sich mit ihrer Widerlegung ein
gehend beschäftigt.
Erstens: die Ungerechtigkeit, die Steuer einer einzigen Klasse
Volkes aufzubürden, anstatt sie gleichmäßig auf alle zu ver
teilen !).
Dem halten die Physiokraten entgegen, daß das Ziel, das sich
rin Staatsmann setzen muß, nicht darin besteht, alle gleichmäßig zu
besteuern, sondern wenn irgendmöglich niemanden zur Steuerleistung
her;
^nzuziehen, und daß gerade dies der Erfolg einer Besteuerung des
Reinertrages sei.
Sogar wenn man diese Besteuerung des Reinertrages als eine
1 teuer ansehen sollte, würde es zu nichts führen, sie anderen Gesell-
Sc haftsklassen aufzubürden, denn welche sollte man heranziehen?
Sollte man die landwirtschaftliche Klasse die Steuer tragen lassen?
lr haben doch gesehen, daß der Teil, der dem in der Landwirt-
. "alt Beschäftigten verbleibt, nachdem der Reinertrag abgezogen
■ > nur genau die Rückzahlung der jährlichen und primären Vor-
Cl hsse ausmacht. Wenn man ihnen daher 600 Millionen Steuern
Von wegnimmt, so würde dem Boden um so viel weniger zurück-
o Seben werden, was den Bruttoertrag des folgenden Jahres ent-
1 rechend vermindern würde 2 ). Ausgenommen es gelingt den Land-
Jrien, ihre Pacht
<Uei
um
600 Millionen vermindert zu erhalten.
In
Se m Palle würden das Endresultat für die Großgrundbesitzer das-
e sein, als wenn sie die Steuern selbst bezahlt hätten, wozu aber
< ' 1 die Schäden und Reibungen kommen würden, die mit jedem
rierz' ^ r ^ eser Einwurf w ird j n der geistreichen Satire Voltaiee’s: „Der Mann mit
artD Zl £ Talern“ behandelt. Sie stellt einen reichen, steuerfreien Finanzherrn einem
fij r en bandwirt, der nur 40 Taler Einkommen hat, gegenüber, aus dem er die Steuern
selbst nud den Finanzherrn, der sich über ihn lustig macht, zahlen muß.
e rier p derartige Beschneidung der produktiven Ausgaben würde unweigerlich zu
sind . 10< rihtionsverminderung führen, denn die für die Bestellung nötigen Ausgaben
Heben* 116 conc ^° s ^ ne 2 ua non der Ernte. Man kann diese Ausgaben nicht auf
ebne ’i °^ ne gleichzeitig die Ernten aufzugeben: auch kann man sie nicht vermindern,
■Volke 16 R rnten ebenfalls im gleichen Verhältnis zu verringern. Diese für die Be-
anf 80 gefährliche Verschlechterung würde letzten Endes notwendigerweise
«Die v ^ rrUll( iheäitzer und den Herrscher zurückfallen“ (Düpont de Nemours, S. 353).
Wirken erm ' n ^ erU ng ^ er Vorschüsse wird in gleicher Weise auf den Ertrag zurück-
a ’ l suben' ln n- dieS wird wi eder von neuem den gleichen Einfluß auf die Vorschüsse
die o-gfl’ 1)1686 Schraube ohne Ende ist wohl geeignet, jeden, der hierauf auch nur
de 1» T» ® ste Aufmerksamkeit verwenden will, mit Schrecken zu erfüllen“ (Mehcier
U ß mk HE , s . 499) _