Full text : Laienbrevier der National-Ökonomie

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4.  Kapitel

und  Wetter  auf  den  See  fahren  und  sich  abmühen,
er  bekommt  seinen  ñnteil  an  Fischen  sehr  viel  müheloser, ­
  denn  er  hat  sich  beim  Arbeitsteilungsprozeß,  kraft
seines  Nachdenkens  und  seiner  Geschicklichkeit,  den  angenehmsten ­
  Teil,  das  Kapital,  reserviert.
Da  nun  der  Mehrbetrag  in  Fischen  lediglich  seiner ­
  100  tägigen  ñrbeit  bei  Herstellung  des  Kahnes
zu  verdanken  ist,  so  kann  man  dem  so  entstandenen
Kapital  doch  unmöglich  die  Berechtigung  absprechen,
aus  dem  durch  sein  Vorhandensein  entstehenden  erhöhten ­
  Arbeitsertrag  in  Form  von  Unternehmergewinn
oder  Zins  einen  entsprechenden  ñnteil  zu  verlangen.
wenn  jemand  100  Tage  für  einen  andern  arbeitet,
so  sind  sich  alle  Gelehrten  einig,  daß  er  eine  Gegenleistung, ­
  nämlich  einen  Lohn  verlangen  kann-  hat
aber  jemand  100  Tage  zur  Schaffung  eines  Kapitals
verwandt,  wie  in  unserem  Falle  zur  Schaffung  des
Tinbaums,  und  er  verlangt  von  seinem  Nächsten  oder
vom  Staate  für  hergäbe  dieser  seiner  kristallisierten
Ñrbeit  einen  Lohn,  nämlich  einen  Zins,  dann  sind
sich  die  Gelehrten  über  die  Berechtigung  dieser  Forderung ­
  nicht  einig.
Diese  heillose  Verwirrung  kommt  daher,  daß  man
die  eine  wahre  Quelle  der  Kapitalbildung  zusammengewürfelt ­
  hat  mit  einer  anderen  gänzlich  unberechtigten,
aber  leider  häufigsten,  nämlich  der  durch  Gewaltakte ­
  und  politische  Macht  entstandenen,  woraus
wir  später  noch  zu  sprechen  kommen.
Buch  ein  anderes  Moment  tritt  bei  diesem  Beispiel ­
  schon  deutlich  zutage,  nämlich  das,  daß  der  Eigentümer ­
  des  Tinbaums,  trotzdem  er  im  Grunde  ja  nur
für  sich  sorgte,  und  trotzdem  er  einen  möglichst  hohen
Zins  für  sich  herauszuschlagen  sucht,  dennoch  durch
            
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