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wieder das feiste Gesicht des englischen Mannfakturers an, werden
wir die ausgemergelte Gestalt des englischen Proletariers der 1840 er
Jahre gewahr.
Wo wir auch immer das „Kapital" aufschlagen mögen, immer
weht uns das frische Leben entgegen: Beliebig herausgegriffene
Stellen:
„Um das Gold als Geld festzuhalten und daher als Element
der Schatzbildung muß es verhindert werden, zu zirkulieren oder als
Kaufmittel sich in Genußmittel aufzulösen. Der Schatzbildner opfert
daher dem Goldfetisch seine Fleischeslust. Er macht Ernst mit dem
Evangelium der Entsagung. Andererseits samt er der Zirkulation
nur in Geld entziehen, tvas er ihr in Ware gibt. Je mehr er pro
duziert, desto mehr kann er verkaufen. Arbeitsamkeit, Sparsatnkeit
und Geiz bilden daher seine Kardinaltugenden ..."
„Beim Scheiden von dieser Sphäre der einfachen Zirkulation
oder des Warenaustausches, woraus der Freihändler vulgaris An
schauungen, Begriffe und Maßstab für sein Urteil über die Gesellschaft
des Kapitals und der Lohnarbeit entlehnt, verwandelt sich, so scheint
es, schon in etwas die Physiognomie unserer dramatis personae.
Der ehemalige Geldbesitzer schreitet voratl als Kapitalist, der Arbeits
kraftbesitzer folgt ihm nach als sein Arbeiter; der eine bedeutungsvoll
schmunzelnd und geschäftseifrig, der andere scheu, widerstrebsant, wie
jemand der seine eigene Haut zu Markt getragen und nun nichts
anderes zu erwartet: hat als die — Gerberei."
Und dann der ganze dritte, vierte, fünfte Abschnitt, in betten
ein tolles Leben pulsiert, wie nicht in hundert anderen Traktaten der
Nationalökonomie zusammengenommen.
Damit habe ich denn auch schon die Form berührt, in der uns
Marx seine Gedanken darbietet. Daß die Darstellungskraft nicht