Full text : Die wirtschaftliche Entwicklung und Lage der Elektrotechnik in der Schweiz

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hatten  das  Nacharbeiten.  Aufgefundene  Mängel  wurden
von  den  Installateuren  nicht  anerkannt  und  deshalb  auch
nicht  ausgebessert.  Die  Pfuscharbeit  der  Unberufenen
veranlasste  in  erster  Linie  die  Behörden  zur  Einführung
nachher  oft  allzu  rigoroser  Vorschriften.
2.  Die  Elektrizität  kommt  in  der  Schweiz  nicht  nur
in  Städten  sondern  auch  in  sehr  zerstreuten  Ortschaften
zur  Verteilung.  Dies  bedingt  für  die  Elektrizitäts-Werke
das  Halten  verhältnismässig  zahlreichen  Personals  für
die  Überwachung  ihrer  sich  meilenweit  erstreckenden
Anlagen.  Natürlich  entstehen  dadurch  grosse  Kosten.
Um  diese  herabzumindern  bezw.  auszugleichen,  werden
die  Überwachungsbeamten,  soweit  es  der  Dienst  gestattet, ­
  mit  Installationsarbeiten  beschäftigt.  Den  Werken
die  Installationsarbeiten  wegnehmen,  hiesse  einfach,
erstere  bei  den  allgemein  billigen  Strompreisen  veranlassen, ­
  ihr  Überwachungspersonal  zu  reduzieren  und
weiter  zu  distanzieren,  zum  Schaden  des  Publikums,
das  ,dann  länger  auf  Behebung  von  Störungen  warten
müsste.
Immerhin  sind  bei  grösseren  Anlagen  meistens
auch  einige  selbständige  Installateure  konzessioniert.
Kür  gut  geschulte  Kräfte  bleibt  in  dieser  Richtung  auch
fernerhin  ein  Arbeitsfeld  für  freie,  ungebundene  Betätigung. ­
  Installationsbureaux,  wie  sie  in  Deutschland
von  Grossfirmen  der  elektrischen  Branche  errichtet
wurden,  gibt  es  in  der  Schweiz  nicht.
Um  dem  Stand  der  Installateure  eine  bessere  Stütze
auf  wirtschaftlichem  Gebiete  zu  geben,  wäre  eine  Organisierung ­
  der  Berufsgenossen  sehr  am  Platze.  Dahingehende ­
  Bestrebungen  tauchen  ja  auch  schon  hin  und
wieder  auf;  es  ist  im  Interesse  des  Standes  nur  zu
            
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