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VI. Wie kann man ein Vermögen erwerben?
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alles in einen Topf“, findet auf die menschliche Lebensarbeit keine
Anwendung. Gerade das Gegenteil ist richtig. „Tu alles in
ein und denselben Topf.“ Das allein ist die richtige Regel. Ob
gleich Geschäfte jeder Art sich in ungeheure Großbetriebe ver
wandelt haben und täglich noch verwandeln, so zeigt sich doch
jeden Tag, daß wirkliche Tüchtigkeit mit einem Anteil am Gewinn
nicht nur für die erfolgreichen Operationen solcher Geschäfte wert
voll, sondern geradezu unentbehrlich ist. Durch Gesellschaften,
deren Aktien jeden Tag am Markt zu haben sind, durch Partner,
welche sich in die Lage versetzt fühlen, ihre fähigsten Arbeiter
zu beteiligen, durch Kaufleute, welche ihre ungeheuren Betriebe
nur bei Benutzung außerordentlicher Fähigkeit erfolgreich im Gange
halten können; kurz in jedem Teile der Geschäftswelt sind die
Wege größer an Anzahl, breiter der Ausdehnung nach und leichter
zugänglich denn jemals zuvor für den nüchternen, sparsamen,
energischen Mechaniker, für den wissenschaftlich gebildeten Jüng
ling, sowie für den Comptoirbursdhen und den Gehilfen: sie alle
können deshalb größere Erfolge erringen, denn jemals zuvor für
diese Klassen in der Geschichte der Welt zu ernten möglich;
gewesen.
Deshalb kann man dem jungen Mann, in welcher Stellung
oder in welchem Geschäfte er auch tätig sein mag, wenn er er
klärt und sich darüber beklagt, daß er keine Gelegenheit habe,
seine Fähigkeiten zu zeigen, und zur selbständigen Teilhaberschaft
aufzusteigen, nur die alte Antwort geben:
„Der Fehler, teurer Brutus, liegt nicht bei den Sternen,
Nein bei uns selbst allein, daß wir nur Knechte.“