Full text: Ueber einige Verwaltungseinrichtungen und das Tarifwesen auf den Eisenbahnen Englands

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Die Gütertarife. 
Selbstkosten 
bei Beförde 
rung in offe 
nen und in 
bedeckten 
Wagen. 
Unterhaltung und 
Amortisation. 
Gewicht der 
Wagen und 
Seitenfläche. 
Haftpflicht. 
ein bedeckter Wagen ist 25% thenerer als ein offener: aber 
die Unterhaltung und Amortisation stellt sich nicht höher, 
weil der offene Wagen erfahrnngsmässig durch das Hioeiir' 
regnen und andere Witterungseinflüsse mehr leidet. — 
ist ein leerer offener Wagen um 25% leichter und bietet 
dem Seitenwind geringere Fläche : indess für die Gütertarife 
kommt das Verhältniss der beladenen Wagen in Betracht- 
Bei gleichmässiger Normalbelastung mit 10000 Kilogramm" 
stellt sich die Differenz des Gesammtgewichts auf nur 8— 
und ein mit Stroh, Heu, Holz, Reisig, Borke, Baumwolle) 
Wolle, Jute, Hanf etc. beladener Wagen bietet dem Seiteo 
wind mehr Hache als ein bedeckter. Jedenfalls kann 
giössere Schwere und Seitenfläche als Erhöhung der Selbst 
kosten übeihaupt nur gelten, wenn und soweit als daduioh 
gegen den sonstigen Zustand wirklich Mehrausgaben 
stehen. Inille, dass wegen Verwendung bedeckter, iricht 
offener Wagen eine Locomotive mehr vorgelegt, oder ^1^^ 
Zug getheilt werden musste, lassen sich gewiss selten nach 
weisen, zumal die Güter in bedeckten Wagen überhaupt nicht 
so zahli eich, und die Züge, welche sie führen, gewöhnlid^ 
nicht so stark sind. Aber auch wenn eine Locomotive mßl^^ 
eifoideilich ist, wächst damit immer nur ein geringer ßrnch 
theil dei Selbstkosten: denn das Wagenbegleitpersonal, 
Stations-, Bahnbewachiings-, Allgemeinen Verwaltungs- 
zahli eiche andere Kosten ändern sich nicht. Dass die 1^^^ 
Kilogramm Mehrgewicht pro Wagen einen merkbaren 
fluss aut die Bahnunterhaltungskosten ausübten, ist ebenfalls 
nicht denkbar, um so weniger als die bedeckten Wagen 
Duichschnitt gewiss 1500 Kilogramm weniger Ladung als bl® 
offenen haben, so dass sich das Gesammtgewicht ausgleicht- 
Die giösseie Haftpflicht bei verabredeter Beförderung in b® 
deckten Wagen hat mehr theoretische als practische H®' 
deutung, denn wenn der bedeckte Wagen sich in regnla^®® 
Zustande befindet, regnet es eben thatsächlich nicht hinein-
	        
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