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Im übrigen geht der Jnstanzenzug von der Betriebsdirektion
an die Zentralstelle (z. B. in Bau- und Finanzsachen).
Überall wird ferner eine kräftige Abwälzung von Z u -
ständigkeiten nach unten vorgenommen.
Meines Erachtens ist hierdurch eine so klare und übersicht
liche Gliederung zu schaffen, wie sie in einem großen Betriebs
unternehmen, das zu den verwickeltsten der Welt gehört, überhaupt
möglich ist.
Der innere Dienst bedarf weitgehender Umgestaltung im Sinne
größerer Beweglichkeit und Schlagkraft, überall wäre der Grundsatz
durchzuführen, die leitenden Köpfe von der laufenden
Arbeit zu befreien und ihre Zahl auf ein Mindestmaß
zu beschränken.
Die Geschäftsführung ist daher in der Art zu ordnen, daß die leitenden
Beamten (Direktoren) grundsätzlich von allen Geschäften des laufenden
Dienstes befreit werden. Dieser laufende Dienst: der laufende Schrift
wechsel, Konferenzen in Sachen nicht grundsätzlicher Bedeutung, Ange
legenheiten, in denen die Generaldirektion nicht die Geschäftsführung
hat, usw. sind von Oberbeamten zu erledigen. Diese rechnen zu
h.en höheren Beamten im bisherigen Sinne und sind entsprechend zu
bezahlen. Sie sind gleichzeitig die Vertreter der leitenden Beamten.
Die Stellung ist ähnlich gedacht wie die der P r o k u r i st e n in großen
Privatunternehmungen. Ihnen untersteht tunlichst je ein besonderes
Bureau. Die leitenden Beamten (Direktoren) können sich hiernach auf
die allgemeine Leitung und die Geschäfte von grundsätzlicher und all
gemeiner Bedeutung beschränken und erhalten die Möglichkeit zu wirklich
schöpferischer Arbeit. Es wird erreicht werden können, in jeder Ab
teilung nur einen solchen leitenden Beamten zu haben.
Die Einrichtung dieser Oberbeamten ist keineswegs eine völlige Neue
rung. Sie stellt vielmehr eine Erweiterung der bestehenden Einrichtung
der „Verkehrsinspektoren" und „Rechnungsdirektoren" dar und knüpft
an die Überlieferung der früheren großen Privatbahnen, wie der
Rheinischen Bahn, der Köln-Mindener Bahn usw., an.
Die Oberbeamten hätten im besonderen auch den Bureaudienst zu
beaufsichtigen. Gleichzeitig wäre die überkommene Einteilung der
B u r e a u b e a m t e n in wenige große Bureaus zu be
seitigen. Diese haben sich teilweise zu Riesenkörpern mit Hunderten
von Beamten ausgewachsen und sind von den Vorständen um so schwerer
zu übersehen und zu leiten, als diesen die ihnen gebührende gehobene
Stellung bisher versagt geblieben ist. Nach Zerschlagung der großen
Bureaus würde jedem Oberbeamten ein bestimmt abgegrenztes Bureau
zuzuteilen sein, zu dessen besonderer Leitung ihm wieder ein Vertreter
in gehobener Stellung (Bureauvorstand) beizuordnen wäre.