Full text : Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

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Futtermittel.

Koggen,  Secale  cereale  L.
Der  Roggen  hat.  wie  der  Weizen,  mit  dem  er  am  nächsten  verwandt  ist,
nackte,  aus  den  Spelzen  leicht  herausfallende  Körner,  welche  auf  ihrer  Epidermis,

Fig.  46.  Roggen.  Haarformen
der  Schale  nach  J.  Möller.
(Vergr.  300.)

Fig.  47.  Roggen.  Querzellen  nach  J.  Möller.  (Vergr.  300.)
*  Hie  abgerundeten,  porenfreien,  dicken  und  dünnwandigen
Endflächen.

besonders  aber  am  Scheitel,  dicht  behaart  sind  und  unter  der  Lupe  seideglänzend
erscheinen.  Die  einzelnen  Gewebsschichten  und  Gewebsteile  beider  Getreidefrüchte

bieten  ebenfalls  nur  geringe  Unterschiede,
größerer  Anzahl  als  beim  Weizen  von  drei-,
fünf-  und  mehrstrahligen  breiten  Spalten
zerklüftet,  im  übrigen  aber  sind  sich  diese
und  die  Gerstenstärkekörnchen  in  ihrem
Bau  und  ihrer  Größe  so  ähnlich,  daß  hiernach ­
  eine  Unterscheidung  dieser  Getreidearten ­
  nicht  möglich  ist.  Dagegen  bieten
die  Längs-  und  Querzellen  der  Schale,

Fig.  48.  Xtoggen-Stärke  nach  J.  Möller.  (Vergr.  300.)

Die  Eoggenstärkekbrnchen  sind  zwar  in

h'  Haare,  davon  je  das  rechte  stark  verdickt,  also
nicht  typisch,  st  Stärkekömer,  st'  Stärkekörner
hei  63,5°  verkleistert  (nach  L.  Wlttmaok).

ferner  die  Haare  einige  Unterschiede,  welche  die  Unterscheidung  des  Roggens  vom
Weizen  ermöglichen.  Dazu  gesellen  sich  die  verschiedene  Yerkleisterungstemperatur
  der  Stärke  und  die  verschiedene  Färbung  der  Kleberzellen  beider
            
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