Mikroskopische Untersuchung. Unkrautsamen und Verfälschungsmittel. 379
a) Lolch (Lolium temulentum, Fig. 150). Die äußere Epidermis der Deckspelze
(A) des Lolches besteht aus den langen, in der Mitte dickeren, an den
Rändern und hei der Yorspelze (B)
dünnen, unregelmäßig gewellten Zellen,
deren Einbiegungen mehr in die Spitze
laufen, was sich deutlich hei den dünnwandigen
Zellen äußert. Die langen
Zellen sind entweder durch die rundlichen
Kurzzellen (k), welche nach
außen glatt, im Innern aber papillenartig
gebaut sind, oder durch die
Zwillingskurzzellen (m), deren größere
gebogenen konischen Zellen eine
kleinere Zelle umfassen, unterbrochen.
b) Trespe (Bromus secalinus L.,
Fig. 151). Die Zellen der äußeren
Epidermis der Deckspelze sind lang,
dickwandig, an den Rändern und bei
dgr Yorspelze jedoch schwächer entwickelt;
die Wände sind wellenförmig
gebogen. Die Einbuchtungen der
Wände sind zum Unterschiede von denen
des Lolches rund und zeigen schärfere
Einbiegungen.
A
Fig. 151. Trespe (Bromus secalinus). Spelzen. Nach
J. Form an eck. A Deckspelze. B Vorspelze, a Breite
der dickwandigen Zellen, c Breite der Einbuchtungen,
d innere Entfernungen der Einbuchtungen, k Kurzzellen,
m Zwillingskurzzellen, o Spaltöffnungen.
(Vergr. 1:150).
A
Flughafen (Avena fatua). Spelzen. Nach J. Formaneck. A Deckspelz , , . n
1 ® e )tenspelze mit Kurzzellen, CHUllspelze, aBreite der dickwandigen Zellen, c Breite der Fluh S ,
u innere Entfernung der Einbuchtungen, k Kurzzellen, m Zwillingskurzzellen, o Spaltonnuuge .
(V ergr. 1:150).