Full text : Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Mikroskopische  Untersuchung.  Die  Pilze  der  Futtermittel.

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a)  Septoria  Fries.  Mehrere  Arten  dieser  Gattung  erzeugen  auf  den  Blättern
ihre  unter  der  Epidermis  liegenden  bräunlichen  Pykniden,  die  lange,  stabförmige,
meist  mehrfach  septierte  Sporen  enthalten.
h)  Ascoohyta  graminicola  Sacc.  erzeugt  bräunliche  Pykniden  mit  farblosen,
elliptischen,  zweizeiligen  Sporen.
c)  Phoma  Hennebergii  Kühn  erzeugt  auf  Blättern  und  Spelzen  des  Weizens
schwärzliche  Pykniden  mit  farblosen,  elliptischen,  einzelligen  Sporen.
d)  Sphaerella  exitialis  Morini  erzeugt  auf  Blättern  braune  Perithecien  mit
mehreren  Asci,  die  8  eiförmige,  farblose,  zweizeilige  Sporen  enthalten.
(J.  Der  in  den  Samen  der  lolium-Arten  enthaltene  Pilz.  Die  Samen  von
Lolium  temulentum  und  L.  remotum  enthalten  stets,  die  von  L.  perenne,  L.  italicum,
L.  arvense  und  L.  Linicolura  zuweilen  zwischen  dem  Nucellarrest  und  der  Aleuron-Fig.

  198.  Querschnitt  durch  die  inneren  Schichten  der  Loliumfrucht.
as  äußere,  is  innere  Samenschale,  my  Myceischicht,  hy  hyaline  Schicht,  al  Aleuronschicht.
(400-fach).  Nach  Banausek.

Schicht,  soweit  das  Endosperm  reicht,  eine  aus
tangential  zum  Querschnitt  verlaufenden  Hyphen  bestehende ­
  Pilzschicht.  Dieser  Pilz,  dessen  Züchtung  noch
nicht  gelungen  ist  und  dessen  Fruktifikation  man  nicht
kennt,  wächst  während  der  Entwickelung  der  Pflanze
Wie  die  Brandpilze  mit  ihr  empor  und  entwickelt  sich
dann  im  Fruchtknoten  zu  der  im  Samen  sichtbaren
Schicht.  Das  in  den  Samen  von  Lolium  temulentum  enthaltene ­
  Mycel  kann  unter  Umständen  zum  Nachweise
dieses  Unkrautsamens  in  Mahlerzeugnissen  dienen,
Weshalb  es  hier  angeführt  sei.  In  Roggenkörnern,
deren  Mehl  die  sogen.  Taumelkrankheit  erzeugte,  hat
r ülieux  ebenfalls  das  Mycel  eines  Pilzes,  Phialea
temulenta,  beobachtet.

2.  Pilze  an  den  Rüben.
A.  Blattpilze,  a)  Peronospora  SchachtiiFuckel
'der  falsche  Meltau).  Auf  der  Unterseite  der  Blätter  entstehen ­
  weißliche  Schimmelrasen,  die  aus  den  Konidientr
 ägern  des  Pilzes  bestehen,  der  im  Innern  des  Blattgewebes
  zwischen  den  Zellen  schmarotzt  (Fig.  199).
b)  Uromyces  Betae  Tul.  (Rübenrost).  Auf  den
"lüttem  der  Rüben  erscheinen  zuweilen  rostrote  und
dunkelbraune  Häufchen,  die  aus  den  Sporenlagern  dieses
üzes  bestehen.  Die  gelben  Uredosporen  ähneln  denen

Fig.  199.  Oberhaut  eines  Rübenblattes ­
  mit  aus  einer  Spaltöffnung ­
  wachsenden  Konidienträgern ­
  von  Peronospora
Schachtii.  (440-fach).
Nach  Frank.
            
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